Frau (†25) in Zwickau offenbar von eigenem Ehemann getötet: Behörden sahen keine Gefahr

Zwickau - Ein brutales Verbrechen schockierte vor mehr als einem Monat die Stadt Zwickau: Eine Frau (†25) wurde umgebracht - anscheinend von ihrem eigenen Ehemann (32)! Im Vorfeld gab es offenbar keine Warnsignale für ein derartiges Verbrechen. Das geht aus einer "Kleinen Anfrage" der Linken an die sächsische Staatsregierung hervor.

Die Polizei sicherte nach der Tat spuren. Das Verbrechen geschah in einer Wohnung an der Neuplanitzer Straße.  © Ralph Koehler/Propicture

Die schockierende Tat geschah am 12. September: Eine 25-Jährige wurde im Stadtteil Neuplanitz Opfer eines Tötungsdelikts. Zunächst nahm die Polizei einen Verdächtigen (31) fest.

Tage später wurde der Mann wieder freigelassen, stattdessen verhärtete sich der Tatverdacht gegen den 32-jährigen Ehemann der getöteten Frau. Der Syrer wurde festgenommen. Gegen ihn laufen die Ermittlungen wegen Mordes.

Die Linken-Abgeordnete Juliane Nagel (48) will Aufklärung. In einer "Kleinen Anfrage" fragte sie Justizministerin Constanze Geiert (50, CDU) unter anderem, ob es vor der Tat bereits Hinweise auf Gewalt gegeben hatte - und ob Behörden Schutzmaßnahmen ergriffen hätten.

Die Antwort der Justizministerin: "Im Rahmen der oben genannten Ermittlungen liegen bislang keine Erkenntnisse zu Anträgen nach dem Gewaltschutzgesetz vor. Im Vorfeld wurden auch keine anderen Maßnahmen im Sinne der Fragestellung veranlasst, da keine Hinweise auf eine konkrete Gefahrenlage vorlagen."

Für die Behörden kam die Tat also offenbar aus dem Nichts!

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Hintergründe der Tat weiter unklar: Ermittlungen laufen

Laut Justizministerin Constanze Geiert (50, CDU) laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen noch.  © Holm Helis

Ob bereits in der Vergangenheit Straftaten gegen die junge Frau erfasst wurden, ließ die Justizministerin offen. Grund: Datenschutz und Schutz der Persönlichkeitsrechte des Opfers.

Der mutmaßliche Täter sitzt aktuell in U-Haft. Weitere Details sind derzeit weiter unklar. "Die Ermittlungen sowie die Aufklärung der Hintergründe des fragegegenständlichen Sachverhalts dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen", heißt es.

Zumindest ist für die Behörden ein politisches Tatmotiv aktuell nicht erkennbar.

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