Unfassbarer Vorfall in Sachsen: Hausarzt soll Patient verprügelt haben
Crimmitschau - Polizei und Justiz beschäftigt aktuell ein Fall, der sprachlos macht: Ein Hausarzt in Crimmitschau (Landkreis Zwickau) soll einen Patienten verprügelt haben! Während der Mediziner seine Praxis bereits verlassen hat, beschäftigt der Fall jetzt mehrere Behörden.
Sein Beruf ist es, anderen zu helfen. Doch am 12. Oktober soll Razvan M. (40) einem Patienten gegenüber ausgerastet sein - und ihn verletzt haben.
Der aus Rumänien stammende Inhaber einer Hausarztpraxis im ehemaligen Kaufhaus Schocken in Crimmitschau habe in der Jakobsgasse, wenige hundert Meter von seiner Praxis entfernt, einen 23-jährigen Patienten attackiert.
"Ich kann bestätigen, dass wir ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung gegen den betroffenen Arzt führen", erklärte die Zwickauer Oberstaatsanwältin Ines Leonhardt (54) auf TAG24-Nachfrage.
Brisant: Der mutmaßliche Prügel-Arzt wurde bereits in der Vergangenheit zu zwei Geldstrafen verurteilt - wegen Beleidigung und Bedrohung.
Hausarzt hat Praxis verlassen
Neben der Staatsanwaltschaft beschäftigt der Fall auch die Landesärztekammer, wie deren Sprecher Knut Köhler (58) bestätigte.
Und nicht nur sie: "Der Fall der Ermittlungen gegen einen Crimmitschauer Hausarzt ist der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) bekannt. Zudem sind wir mit der Praxis im Austausch, um eine Lösung zu finden", so KVS-Sprecherin Katharina Bachmann-Bux.
Der mutmaßliche Prügel-Eklat hat für viele Crimmitschauer unmittelbare Folgen. Vor dem Eingang der Arztpraxis hängt ein Zettel mit dem Hinweis, dass Razvan M. die Praxis "auf Dauer verlassen" habe.
Eine neue Ärztin soll ab März 2027 mit dem verbleibenden Arzt die Praxis übernehmen - seit 19. Oktober gelten deshalb nur noch verkürzte Öffnungszeiten. Die Praxis selbst ließ eine TAG24-Anfrage bis Redaktionsschluss unbeantwortet.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold (2)
