Stand die Tat unmittelbar bevor? Jugendliche sollen Anschlag auf Geflüchteten-Unterkunft geplant haben

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Von Elmar Stephan

Lüneburg/Flensburg - Die Strafverfolgungsbehörden in Niedersachsen und Schleswig-Holstein ermitteln gegen einen Jugendlichen und einen jungen Mann wegen der möglichen Vorbereitung eines Anschlags.

Die Staatsanwaltschaften in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen ermitteln. (Symbolfoto)
Die Staatsanwaltschaften in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen ermitteln. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

Einem 15-Jährigen aus dem Kreis Bad Segeberg wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft Flensburg eine Verabredung zum Verbrechen sowie die Vorbereitung einer terroristischen Straftat vorgeworfen.

Das Amtsgericht Flensburg erließ demzufolge auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits am Samstag einen Haftbefehl gegen den Jugendlichen. Zuvor hatte der NDR berichtet. 

Nach Informationen des Senders wurde am Donnerstagabend in Winsen (Luhe) bei Hamburg auch die Wohnung eines 19-Jährigen von der Polizei durchsucht. Dabei seien Smartphones sichergestellt worden.

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Zunächst blieb eine entsprechende Nachfrage an die Staatsanwaltschaft Lüneburg unbeantwortet.

Dem NDR liegen eigenen Angaben zufolge Chat- und Sprachnachrichten vor, die von dem 15- und dem 19-Jährigen stammen sollen.

Das Material sei dem Sender von der Plattform EXIF-Recherche zur Verfügung gestellt worden, die seit einigen Jahren zur Neonazi-Szene recherchiert. Die Nachrichten stammen offenbar aus einer größeren Chatgruppe junger Neonazis.

Chatgruppe junger Neonazis: Nachrichten sollen Gewaltfantasien gegen Migranten belegen

Die Tatverdächtigen sollen sich in einem Chat ausgetauscht haben. (Symbolfoto)
Die Tatverdächtigen sollen sich in einem Chat ausgetauscht haben. (Symbolfoto)  © Sebastian Kahnert/dpa

Vor den Durchsuchungen am Donnerstag hätten NDR-Journalisten Hinweise auf Aktivitäten der Gruppe erhalten. Als klar wurde, dass die beiden jungen Männer offenbar konkrete Schritte unternahmen, einen Anschlag durchzuführen, sei die Polizei informiert worden.

Im Fall des 15-Jährigen hatte der NDR am Freitagabend eigenen Angaben zufolge ebenfalls einen Hinweis erhalten, dass eine Umsetzung der Tat unmittelbar bevorzustehen schien. Auch in diesem Fall sei die Polizei verständigt worden, berichtete der Sender.

Dem Bericht zufolge geht es in den vorliegenden Chatnachrichten um Gewaltfantasien gegen Migranten und konkrete Anschlagspläne, offenbar gegen eine Unterkunft in Winsen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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