Timmendorfer Strand - Die Vorwürfe gehen weiter: Bereits Ende Juli war bekannt geworden, dass gegen den Bürgermeister von Timmendorfer Strand ermittelt wird. Dabei ging es unter anderem um ein Beleidigungsdelikt. Jetzt kam ein weiterer Vorwurf gegen Sven Partheil-Böhnke (57, FDP) ans Licht.
So soll der Bürgermeister im Juni auch einen Radfahrer auf der Niendorfer Strand-Promenade gestoppt haben. Kurzerhand habe er von dem Radler ein Verwarnungsgeld verlangt, jedoch ohne Befugnis.
Der Radler soll die Forderung jedoch nicht einfach so auf sich sitzen lassen haben. Nach Angaben von "Bild" eskalierte die Situation. Dabei soll Partheil-Böhnke dem Mann im Streit sogar ein volles Weinglas über die Kleidung gekippt haben!
Die Vorwürfe: Nötigung, Erpressung und Amtsanmaßung. Lange habe der Politiker nach dem Vorfall allerdings nicht auf dem Trockenen sitzen müssen. Gleich zwei neue Gläser soll der Bürgermeister von einem Kellner gebracht bekommen haben.
Ganz ohne Konsequenzen kam Partheil-Böhnke wegen verschiedener Anschuldigungen allerdings nicht davon. Mitte September wurde bekannt: Der 57-Jährige darf sein Amt bis auf Weiteres nicht mehr ausüben.
Das Verbot, seinen Posten weiter ausüben zu dürfen, diene demnach "dem Schutz der Gemeinde Timmendorfer Strand", hieß es in einer Sitzung des Hauptausschusses der Gemeinde vor wenigen Tagen. Noch hat Partheil-Böhnke bis Ende Juni 2027 einen Vertrag. Bis zur nächsten Bürgermeisterwahl führt sein Stellvertreter Nils Hopp nun die Geschäfte.