Dresden - Der wohl größte Gegner - nicht nur am Sonntag - ist die Krankheit Krebs: Gegen die sorgen die Dresden Monarchs mit jeder Menge Aktionen und Spendengeldern für Aufmerksamkeit. Der andere schwere Kontrahent am Sonntag (15 Uhr) hat es aber ebenfalls in sich.
Die Hildesheim Invaders sind zu Gast im Heinz-Steyer-Stadion, und wie gut die gerade drauf sind, zeigt nicht nur der dritte Platz im Norden hinter Spitzenreiter Dresden und dem Dreifach-Titelverteidiger Potsdam Royals.
Woche für Woche vergibt die German Football League (GFL) vier Awards für den besten Passer, Receiver, Tackler und Rusher - die ersten drei gingen diese Woche allesamt an die Niedersachsen.
Beim 50:15-Erfolg im Derby vergangenen Samstag lieferte Quarterback Nelson Hughes III. (33) mit 241 Wurf-Yards und 4 Touchdown-Pässen ab, Receiver Paul Terjung (20) mit zehn Receptions für 180 Yards und drei Touchdowns. Willem Vancompernolle (25) steuerte 8,5 Tackles und 2 Tackle for Loss zum sechsten Saisonsieg bei.
"Sie werden einen aggressiven Plan haben und sicherlich auch ein paar unerwartete Dinge. Wir bereiten uns auf alles vor und versuchen, auch für Überraschungen einen Plan zu haben", warnt Monarchs-Headcoach Greg Seamon (71). Vor allem seine Offense muss auf der Hut sein.
Die Defense der Dresden Monarchs ist qualitativ breiter aufgestellt
Denn angeführt wird die Hildesheimer Defense von Europas Quarterback-Jäger Nummer eins der vergangenen Jahre: Kyle Kitchens (30).
Der US-Amerikaner führte regelmäßig in der European League of Football (ELF) die Sack-Statistiken an. Dieses Jahr in der GFL liegt er bereits wieder mit 12 Sacks und 29 Tackle (1 Forced Fumble) vorn. Sein Kollege Julian Thompson hat 6,5 Sacks und 32 Tackle auf dem Konto.
Eine der besten Defensiv-Reihen der Liga spielt aber aufseiten der Hausherren. Allein Sterling May (10 Sacks, 19,5 Tackle, 3 Forced Fumble) und Elian Canet (8 Sacks, 20 Tackle) sind aktuell richtig heiß drauf.
Logan Mobelini, Eric Hauschild Laurence Speer (jeweils 3 Sacks) und Sebastian Huber (2,5) zeigen die Breite der Monarchs-Jägermeister auf.
Außerdem ist die Offense der Königlichen qualitativ und in der Breite besser besetzt. "Meine Jungs werden bereit sein. Schon die gesamte Saison über haben mich Spieler und Trainer beeindruckt, wie sie mit allen Herausforderungen und Problemen umgehen. Sie wissen, dass wir gewinnen müssen, um das Heimrecht in den Play-offs zu sichern", meint Seamon.
Ganz nebenbei wäre dann auch die vorzeitige Nordmeisterschaft klar.