Chemnitz - Auf europäischem Parkett eilten die Niners Chemnitz zuletzt von Sieg zu Sieg. In der Basketball-Bundesliga kassierten die Sachsen am Montagabend bei den Würzburg Baskets ihre fünfte Pleite im sechsten Spiel: 88:98 (42:50).
Gemeinsam mit den Hamburgern und Rasta Vechta - beide Vereine konnten ebenfalls erst ein Spiel gewinnen - hängen die Chemnitzer im Tabellenkeller fest.
"Wir haben nicht mit der Team-Mentalität gespielt, die wir haben müssen. Das ist enttäuschend, weil wir zuletzt Schritte nach vorn gemacht haben. Heute war es ein Schritt zurück", konstatierte Trainer Rodrigo Pastore (54).
14 Dreier - zehn allein in der ersten Halbzeit - schenkten die Franken den Chemnitzern ein. Die lagen am Ende des dritten Viertels bereits mit 22 Punkten zurück (55:77) und starteten im finalen Abschnitt eine Aufholjagd.
Pastore: "Da hatten wir gute fünf Minuten und schafften es, wieder auf drei Punkte heranzukommen. Es folgten zwei Ballverluste. Und wir haben in der Verteidigung nicht gut genug kommuniziert, um in den richtigen Positionen zu sein."
Die vielen Ballverluste waren ohnehin das große Thema an diesem Abend. 20 Turnover standen in der Statistik der Gäste. Das waren schlichtweg zu viele, um als Sieger das Parkett zu verlassen. Beste Werfer im Team der Gäste waren die beiden US-Amerikaner Stefan Smith (27, 17 Punkte) und Ben Burnham (24, 16 Punkte).
Pastore enttäuscht
"Ich bin enttäuscht über unseren Einsatz. Wir haben zuletzt stark gespielt, vier der letzten fünf Spiele gewonnen und unsere Gegner unter 70 Punkten gehalten", erklärte Pastore und gab seinen Korbjägern diesen Tipp mit auf den Weg: "Wir sind zurück auf dem Boden und müssen verstehen, dass wir immer so kämpfen müssen wie in den Spielen davor."
Schon am Mittwochabend können es die Niners besser machen. Um 19 Uhr gastiert EuroCup-Champion Bourg-en-Bresse aus Frankreich in der Messe Chemnitz.
Im zweithöchsten europäischen Wettbewerb läuft es für das Pastore-Team: drei Siege aus den ersten vier Spielen.