Beben in Nationalmannschaft: Okafor rechnet mit Trainer Murat Yakin ab

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Schweiz - In der Schweizer Fußballnationalmannschaft hat es geknallt! Im jungen Alter von gerade einmal 26 Jahren hat Noah Okafor seine Karriere bei der "Nati" beendet. Als Grund für diese Entscheidung nennt der Ex-Salzburger einen ganz bestimmten Namen – Murat Yakin (51), den Schweizer Nationaltrainer.

Noah Okafor (26) betont in seinem Statement mehrfach, dass es ihm nicht um Einsatzzeit geht.
Noah Okafor (26) betont in seinem Statement mehrfach, dass es ihm nicht um Einsatzzeit geht.  © PAUL ELLIS / AFP

"Liebe Fans. Diese Zeilen sind die schwersten, die ich in meiner bisherigen Karriere geschrieben habe. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, bis auf Weiteres aus der Schweizer Nationalmannschaft zurückzutreten."

Mit diesen Worten leitete der 26-jährige Fußballprofi seinen Abschieds-Post auf Instagram ein. Doch diese Äußerung lässt er nicht einfach so stehen und gibt den Fans einen tiefen Einblick in das, was ihn die letzten Monate so stark beschäftigt hat.

Zunächst betont er, dass auch er selbst in der Vergangenheit Fehler gemacht hat. Was genau er damit meint, schreibt er nicht, doch: "Junge Spieler machen Fehler und dafür habe ich mich entschuldigt." Okafor habe sich in der Vergangenheit immer wieder darüber beschwert, dass er offenbar nicht beachtet wurde, wenn es darum ging, wen die Schweizer Nationalmannschaft in den Kader nimmt, schreibt der "Kicker".

Ultramarathon-Welt atmet auf: Jeff Browning aus künstlichen Koma erwacht
Sport Ultramarathon-Welt atmet auf: Jeff Browning aus künstlichen Koma erwacht

Im Frühling dieses Jahres soll sich dies jedoch nach einem längeren Gespräch zwischen "Nati"-Trainer Yakin und Okafor geändert haben. Der Spieler von Leeds United reiste mit zur WM nach Amerika – wenn auch nur als Rotationsspieler.

Doch der Grund für seinen Rücktritt sei, wie der 26-Jährige mehrfach betont, nicht die wenigen Einsatzminuten, sondern die "Art und Weise, wie mit mir umgegangen wurde". "Für mich war es die schwierigste Zeit meiner bisherigen Karriere", schreibt der 26-fache Nationalspieler weiter.

Trainer soll seine Versprechen nicht eingehalten haben

Noah Okafor möchte von Nationaltrainer Murat Yakin (51, hier im Bild) keine "Sonderbehandlung", nur gegenseitigen Respekt und Vertrauen, doch "das sehe ich für die kommenden Jahre nicht", schreibt der Angreifer.
Noah Okafor möchte von Nationaltrainer Murat Yakin (51, hier im Bild) keine "Sonderbehandlung", nur gegenseitigen Respekt und Vertrauen, doch "das sehe ich für die kommenden Jahre nicht", schreibt der Angreifer.  © Tom Weller/dpa

Der Angreifer konkretisiert seine Gefühle an einem Beispiel aus dem Turnier: "Es sind Dinge passiert, die mich tief getroffen haben. Vertrauen ist verletzt worden. Zusagen wurden nicht eingehalten. Und als ich gegen Algerien spielen durfte, wurde selbst bei kleinen Fehlern weit weg von unserem Tor auf eine Art und Weise reagiert, die mich tief getroffen hat."

All diese Punkte ließen Okafor schließlich zu dem Punkt kommen, dass er – solang Murat Yakin Trainer der Nationalmannschaft ist – nicht mehr für die Schweiz an internationalen Turnieren teilnehmen möchte.

Doch trotz des bösen Blutes, das anscheinend zwischen Spieler und Trainer geflossen ist, findet der 26-Jährige versöhnende Worte zum Abschluss: "Ich wünsche der Mannschaft von Herzen nur das Beste. Ich freue mich über jeden Erfolg des Teams und finde, dass wir bei der WM Tolles erreicht haben. Viele meiner Teamkollegen sind Freunde und ich werde weiterhin mit ihnen mitfiebern und sie unterstützen."

Geschichte geschrieben: Deutsche Hockey-Herren wieder Weltmeister!
Sport Geschichte geschrieben: Deutsche Hockey-Herren wieder Weltmeister!

"Ich bin der Schweiz dankbar für alles, was ich erleben durfte. Für dieses Land zu spielen, war und bleibt etwas ganz Besonderes. Glaubt mir, wann immer ich auf dem Platz stand, habe ich mein Herz für dieses Trikot gelassen. Bis bald. Noah"

Titelfoto: Fotomontage: Tom Weller/dpa, PAUL ELLIS / AFP

Mehr zum Thema Sport: