Corona in Bayern: Flugbetrieb in München läuft trotz Reisewarnung weiter, aktuelle Zahlen

München - Alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern und München in der Corona-Krise findet Ihr hier im TAG24-Live-Ticker zusammengefasst.

Markus Söder, Vorsitzender der CSU und Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder, Vorsitzender der CSU und Ministerpräsident von Bayern.  © Fabian Sommer/dpa
Im Freistaat wurden mittlerweile 52.873* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 15. August, 8 Uhr). Davon gelten inzwischen 48.360 als genesen. 2.629 Menschen sind am Virus gestorben. 

In der Landeshauptstadt München wurden 50 neue Fälle gemeldet (Stand 13. August, 23.59 Uhr).

Die Gesamtzahl der positiven Tests in der bayerischen Landeshauptstadt steigt somit auf 7589*. In dieser Zahl enthalten sind 6991 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

* Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln.

Update 15. August, 14.30 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind mittlerweile 52.873 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2629 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 48.360 Menschen.

Update 15. August, 14 Uhr: Flugbetrieb in München durch weitere Reisewarnung nicht behindert

Eine junge Reisegruppe, die aus Kreta angekommen ist, steht vor dem Corona Test Center am Münchener Flughafen.
Eine junge Reisegruppe, die aus Kreta angekommen ist, steht vor dem Corona Test Center am Münchener Flughafen.  © Lino Mirgeler/dpa

Am Flughafen München läuft der Flugbetrieb nach der vom Auswärtigen Amt für weite Teile Spaniens ausgesprochenen Reisewarnung zunächst ohne große Veränderungen weiter. 

"Es sind mehr Passagiere, die bei der Ankunft getestet werden müssen", sagte Flughafen-Sprecherin Kathrin Stangl am Samstag. Passagiere aus Mallorca kommend mussten sich etwa noch im Terminal einem Pflichttest auf das neuartige Coronavirus unterziehen und einen Rachenabstrich nehmen lassen.

"Wir haben gestern Abend im Internet von der Reisewarnung erfahren. Große Sorgen mache ich mir nicht. Aber blöd ist es, dass wir jetzt zwei Tage in Quarantäne müssen, bis das Testergebnis da ist", sagte etwa Michael Hacker (21), der am Samstag von einem Mallorca-Urlaub zurückkam. Seine Mitreisende Isabell Pfüger (19) ergänzte: "Der Test hier ging ganz schnell. Da waren wir schnell durch."

Andere Reisende, etwa mit Ziel Kanarische Inseln, befürchten, dass die Reisewarnung während ihres Urlaubsaufenthaltes weiter ausgedehnt werden könnte. "Wir wollten nicht nach Mallorca, einfach nur ein bisschen Ruhe und Strand", sagte Adrian Binder (28) kurz vor seinem Abflug auf die Kanaren. 

"Die im Reisebüro haben uns dann Teneriffa empfohlen". Jetzt hoffe er, dass die Kanaren-Insel nicht auch zum Risikogebiet werde. "Wenn ich danach in Quarantäne muss, dann wäre das blöd wegen des Jobs", sagte sein Mitreisender Simon Binder (23).

Zwei Männer aus München traten ihre für Samstag geplante Reise nach Málaga gar nicht erst an. "Wir haben gestern von der Reisewarnung gehört. Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass wir den Urlaub in Spanien absagen müssen. Jetzt bleiben wir in hier München", sagte einer der beiden, die ihren Namen nicht preisgeben wollten.

Update 14. August, 8 Uhr: Corona-Alternativ-Programm bei den Bregenzer Festspielen

Eigentlich sollte auf der bekannten Seebühne der Bregenzer Festspiele in diesem Jahr die Oper Rigoletto gezeigt werden - wegen der Corona-Krise mussten die Veranstalter das Festival jedoch absagen. Stattdessen gibt es ein Alternativ-Programm.

Musiktheater statt "Rigoletto": Wegen der Corona-Krise mussten auch die Macher der Bregenzer Festspiele in diesem Jahr umdisponieren. Mit einem abgespeckten Programm mit Konzerten, einem Arienabend und einem Musiktheater wollen sie von Samstag an die Besucher an das österreichische Bodenseeufer locken. 

Den Auftakt macht am Abend (19.30 Uhr) ein Konzert des Musikers Florian Boesch und der Gruppe Musicbanda Franui.

Eigentlich waren die Bregenzer Festspiele vom 22. Juli bis zum 23. August geplant. Es ist die erste Absage seit der Gründung der Festspiele 1946. 

Im kommenden Jahr sollen dann - wie eigentlich für diesen Sommer geplant - "Rigoletto" auf dem See und "Nero" im Festspielhaus aufgeführt werden.

Update 14. August, 18.37 Uhr: Corona-Fall beim Basketball-Bundesligisten Bayreuth

Ein Spieler von Basketball-Bundesligist medi Bayreuth ist positiv auf das Coronavirus getestet. 

Daher werden die weiteren Medizinchecks der Mannschaft im Klinikum Bayreuth vorerst verschoben, wie der Verein am Freitag mitteilte. Parallel zu den Eingangsuntersuchungen hatten auch Covid-19-Testungen stattgefunden, die dann das positive Ergebnis erbrachten. Den Namen des Infizierten nannte der Club nicht.

Aktuell würden die Infektionsketten geprüft, hieß es weiter in der Mitteilung. Der Verein stehe wegen des weiteren Vorgehens in engem Kontakt und Austausch mit dem Bayreuther Gesundheitsamt.

Update 14. August, 16.51 Uhr: Messebetrieb in München soll unter Hygieneauflagen wieder anlaufen

Ein Mitarbeiter der Firma Eurofins scannt an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 93 (A93) an der Rastanlage Inntal-Ost das Smartphone einer Person. (Symbolbild)
Ein Mitarbeiter der Firma Eurofins scannt an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 93 (A93) an der Rastanlage Inntal-Ost das Smartphone einer Person. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Trotz aktuell steigender Corona-Infektionszahlen soll in München unter umfassenden Hygienemaßnahmen bald der Messebetrieb wieder anlaufen. 

Die voraussichtlich erste größere Fachmesse in der Landeshauptstadt seit dem Lockdown soll die vom 12. bis zum 14. September stattfindende TrendSet für Einrichtung und Inspiration sein, sagte eine Sprecherin der Messe München am Freitag.

Dem Veranstalter zufolge werden die Tickets online verkauft, es gilt die Auflage zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. An den Messeständen sollen Hygiene-Beauftragte bereitstehen, die die Einhaltung der Abstandsregeln kontrollieren sollen. Zur Zahl der möglichen Besucher gab es zunächst keine Angaben.

Auch die Endverbrauchermesse Babywelt 2020 (9. bis 11. Oktober) rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und das erste Lebensjahr soll stattfinden. Zum Hygienekonzept soll hier auch die Einführung dreistündiger Zeitfenster für den Messebesuch gehören, um das Besucheraufkommen zu entzerren, wie der Veranstalter mitteilte. Zur Höchstzahl der Besucher stimme man sich noch mit den Gesundheitsbehörden ab. Bei der Immobilienmesse Expo Real Hybrid Summit (14. und 15. Oktober) sollen laut der Messesprecherin maximal 3000 Besucher pro Messetag erlaubt sein.

Nach Beschluss der Staatsregierung dürfen Messen grundsätzlich ab dem 1. September wieder stattfinden. 

Update 14. August, 14.28 Uhr: Zahlen für München

Update 14. August, 14 Uhr: Corona-Quarantäne-Bruch: 10.800 Euro Strafe für Deutsche in Tirol

Sie ging einkaufen, im Park spazieren und fuhr Taxi - trotz Corona-Infektion samt Heimquarantäne. 

Eine Frau aus Deutschland ist in Österreich wegen wiederholten Bruchs ihrer Quarantäne zu 10.800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Anklage fordert jedoch weiter eine Haftstrafe auf Bewährung und meldete nach dem Urteil am Landgericht Innsbruck am Donnerstag Berufung an, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in Wien sagte. Zuvor hatte der Sender ORF über den Prozess berichtet.

Die 54-Jährige, die in Karlsruhe geboren wurde aber in Schwaz im Bundesland Tirol lebt, war im April positiv auf das Coronavirus getestet worden und hatte einen Bescheid über ihre Heimquarantäne bekommen. In den Tagen darauf ging sie jedoch einkaufen - laut ORF gab sie an, dass ihr der Mindestbestellwert für Lebensmittel über das Internet zu hoch gewesen sei, obwohl sie nach eigenen Angaben 2100 Euro Rente erhalten habe.

Außerdem nutzte sie den Angaben nach den Aufzug in ihrem Wohnhaus, ging im Park spazieren und fuhr mit einer Verletzung per Taxi ins Krankenhaus, statt den Notarzt zu rufen. Schließlich nahm die Polizei die 54-Jährige fest und brachte sie ins Gefängnis, nachdem sie mehrmals bei Kontrollen nicht zuhause angetroffen worden war. Eine Haftrichterin entließ sie nach einem Tag.

Das Landgericht Innsbruck verurteilte die 54-Jährige wegen der fahrlässigen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Nach österreichischem Recht sind dafür bis zu drei Jahre Haft möglich. 

Die Staatsanwaltschaft will nach Angaben des Sprechers eine Bewährungsstrafe, um mehr Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen. Das Oberlandesgericht muss über die Berufung entscheiden.

Update 14. August, 13.20 Uhr: Abwärtstrend der Industrie verlangsamt

Der coronabedingte Abwärtstrend der bayerischen Industrieproduktion hat sich im Laufe des Frühsommers abgeschwächt. Nach den nunmehr vorliegenden offiziellen Daten sank die bayerische Industrieproduktion im Juni verglichen mit dem Vorjahr um 2,3 Prozent. 

Verglichen mit dem Einbruch im April und im Mai von jeweils über 30 Prozent sei das "deutlich erholt", wie das Statistische Landesamt in Fürth am Freitag formulierte. Die Zahlen spiegeln unter anderem den Effekt des weitgehenden Shutdowns im Frühjahr wider, als die meisten Fabriken still standen. Gegen Ende Mai lief die Produktion vielerorts wieder an.

In der Gesamtbetrachtung des ersten Halbjahrs zeigt sich, wie hart Corona die bayerische Industrie traf - und dass die Metall- und Elektroindustrie inklusive Autoherstellern als wichtigste Branche am schwersten in Mitleidenschaft gezogen wurde. 

In Summe schrumpfte die Industrieproduktion im ersten Halbjahr demnach um 14 Prozent. In der Autoindustrie und bei deren Zulieferern fiel das Minus mit 29,3 Prozent jedoch noch viel größer aus, ebenso in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit minus 20,8 Prozent.

Für die Pharmaindustrie bedeutet Corona hingegen bessere Geschäfte, die Produktion der Medikamentenhersteller legte um fast 11 Prozent zu. Aus nicht unmittelbar ersichtlichen Gründen waren auch "Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren" im ersten Halbjahr gefragt, die Produktion stieg um 2,8 Prozent. Allerdings sind weder Medikamente noch Holz und Kork für die bayerische Wirtschaft von vergleichbarer Bedeutung wie Metall und Elektro.

Update 14. August, 13.15 Uhr: Bund begrüßt Aufarbeitung der Corona-Testpanne in Bayern

Die Bundesregierung hat die Aufarbeitung der Probleme bei Corona-Tests von Urlaubsrückkehrern in Bayern begrüßt.

Es sei eine schwere Panne passiert, die sehr ernsthaft und bedauerlich sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Daher sei es wichtig, die Information betroffener Bürger schnellstmöglich nachzuholen und Fehler zu analysieren, um solche Pannen künftig zu vermeiden. Es bleibe richtig, dass Reiserückkehrer auch aus dem ganzen Bundesgebiet nahe der Grenze getestet werden und Bayern dafür Testmöglichkeiten geschaffen habe.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte die Panne eingeräumt und den Fehler bedauert. Demnach haben rund 44.000 Reiserückkehrer noch kein Ergebnis von Corona-Tests bekommen, die zum Großteil bei den Ende Juli eingerichteten Stationen an grenznahen Raststätten gemacht worden waren. Hintergrund für die Verzögerungen ist demnach vor allem, dass der Abgleich von Laboruntersuchung und Formularen per Hand abläuft. Zudem war die Nachfrage größer als erwartet. 

Unter den noch nicht übermittelten Ergebnissen waren Hunderte positive Befunde.

Update 14. August, 12.30 Uhr: BayernLB will insgesamt 800 Stellen abbauen

Die unter Corona-Pandemie, Niedrigzinsen und den Kosten der Bankenregulierung leidende BayernLB will insgesamt 800 Stellen abbauen. Zusätzlich zu den bereits 2019 angekündigten 400 Stellenstreichungen sollen weitere Kürzungen in vergleichbarer Größenordnung kommen, wie die Bank am Freitag mitteilte. 

Betriebsbedingte Kündigungen wird es demnach aber nicht geben, der Abbau soll sozialverträglich über die Bühne gehen. "Wir werden das im Lauf des zweiten Halbjahrs in Absprache mit den Personalvertretern finalisieren", sagte Finanzvorstand Markus Wiegelmann. Damit wird ein beträchtlicher Anteil der 3000 Stellen in der BayernLB-Kernbank wegfallen. 

Grund ist der 2019 beschlossene Umbau der Landesbank, unter anderem werden die Aktivitäten am Kapitalmarkt reduziert. Die Landesbank ist zu drei Vierteln in bayerischem Staatsbesitz, ein Viertel gehört den bayerischen Sparkassen.

Im ersten Halbjahr schrumpfte das Vorsteuerergebnis des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte auf 158 Millionen Euro. Allerdings konnte die Landesbank ungeachtet der Dauerniedrigzinsen ihren Zinsüberschuss leicht und den Provisionsüberschuss sogar ziemlich kräftig steigern. Beides zusammen belief sich auf eine gute Milliarde Euro. "Operativ sind wir gut und stabil unterwegs", sagte Wiegelmann.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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