Poznan (Polen) - Nele Reinwardt (19) meinte zu ihrem WM-Einstand: "Ein starker Vorlauf!" Im polnischen Poznan paddelte die Dresdnerin am Mittwoch mit dem Kajak-Vierer über 500 Meter souverän ins Finale am Freitag.
"Das war unser Ziel", so die 19-Jährige. "Wir wollten gleich ein Zeichen setzen. Das ist uns gelungen." Mit der schnellsten Zeit untermauerten sie trotz starkem Gegenwind den Anspruch auf eine Medaille. Zu den härtesten Kontrahentinnen um Gold zählen die Chinesinnen.
"Sie haben zuletzt den Weltcup in Montreal gewonnen", weiß Reinwardt. "Wir haben aber noch ein paar Dinge, die wir besser machen können: aggressiver starten und etwas harmonischer paddeln."
Wie bei den Männern wird in den Paradebooten nicht mehr viel taktiert. "Da heißt es nur, alles raushauen, was geht, um am Ende die Bootsspitze vorn zu haben", so die Abiturientin. Die noch Russland, Polen, Spanien und Ungarn auf der Rechnung hat: "Aber unser Ziel ist Gold." Starke Ansage für den Youngster. Ist sie eigentlich aufgeregt bei ihrem WM-Debüt? "Ja", gesteht Reinwardt.
"Da hat es mir geholfen, mit der Trainingsgruppe einen Kaffee trinken zu gehen und mich abzulenken." Familiäre Unterstützung gib's aus Dresden auch: Die Eltern drücken der Tochter an der Strecke die Daumen, genauso wie der alte Landesstützpunkt-Coach Jens Kühn.
Halbfinale am Freitag
Ein Statement setzte auch die Vierer-Crew von Tom Liebscher-Lucz (33). Die Olympiasieger gewannen souverän ihren Vorlauf. Die Uhr blieb nach 500 Metern bei 1:23,66 Minuten stehen. Im heutigen Halbfinale gibt's gleich mal eine richtige Standortbestimmung. Während der Dresdner mit seinem Quartett auf Bahn fünf startet, sind rechts die Ungarn auf der vier und links die Polen auf sechs.
Im Halbfinale am Freitag kämpft zudem der Dresdner Tobias Hammer über 1000 Meter um den Einzug in Finale.