Zagreb (Kroatien) - Was ging da denn ab? Etwa 300 Fußballfans sollen sich auf der A1 im Norden Kroatiens zu einer Massenschlägerei verabredet haben. Die Polizei machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung.
Rund 150 Anhänger des Erstliga-Klubs Hajduk Split machten sich am Sonntag mit Autos auf den Weg zum Auswärts-Punktspiel ihres Teams bei HNK Gorica. Nahe der Hauptstadt Zagreb soll die Fahrt allerdings einen offenbar geplanten Zwischenstopp genommen haben, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.
Am Rastplatz Draganić bei Karlovac habe demnach eine ungefähr gleich große Anzahl Fans des Liga-Konkurrenten und Rivalen HNK Rijeka auf die "Splićani" gewartet. Die beiden Lager hätten sich dort zu einer XXL-Keilerei verabredet.
Eine der beiden Gruppen fuhr dafür aber nicht direkt auf den Rasthof. Zumindest legt dies ein Video nahe, das im Netz kursiert. Kurz vor der Ausfahrt ist darauf nämlich eine Kolonne von Fahrzeugen auf dem Pannenstreifen zu sehen.
Ein anderer Social-Media-Clip zeigt derweil einen ganzen Mob in Weiß, der gemeinsam auf eine Autobahnausfahrt zuläuft.
Verkehrschaos nach XXL-Polizeieinsatz auf A1
Der große Knall blieb jedoch aus. Offenbar hatte die Polizei den Braten zuvor schon gerochen und war mit einem Großaufgebot selbst vor Ort. Die Beamten konnten die Lage unter Kontrolle bringen, bevor die beiden Fanlager überhaupt erst aufeinandertrafen.
Die Fäuste blieben also unten, Folgen hatte der Einsatz trotzdem. Auf der gerade zur Hauptreisezeit von Touristen stark befahrenen Streckenabschnitt ging bis zum späten Nachmittag kaum noch etwas. Ein langer Stau war die Folge.
Weitere Angaben zu dem Vorfall gibt es bislang nicht. Ob am Ende jemand festgenommen wurde, ist daher unklar.