Madrid (Spanien) - Ob ein Nachspiel folgt? Lisandro Martínez (28) von Manchester United hat am Dienstag nach der 0:2-Pleite bei Atlético Madrid in der Champions-League-Ligaphase öffentlich gegen die Vereinsspitze ausgeteilt.
"Ich muss mich sehr zusammenreißen. Aber manchmal ist es ein Spiegelbild davon, wie unser Club im Moment dasteht", erklärte der 28 Jahre alte Argentinier im Anschluss an das Match gegen gegen den spanischen Top-Klub und Coach Diego Simeone (56) am Mikro und machte deutlich, wie unzufrieden er mit der aktuellen Lage bei United ist.
Sportlich läuft es für die Red Devils momentan nämlich nicht gerade nach Plan, denn in den vergangenen fünf Partien blieb der 20-fache englische Meister ohne Sieg, ging dabei dreimal als Verlierer vom Platz. Entsprechend angefressen reagierte Martínez auf die derzeitige Situation.
Verantwortlich dafür machte er allerdings weder seine Teamkollegen noch den Trainerstab um Ex-Fußball-Star Michael Carrick (45).
"Nach dem heutigen Spiel ist es leicht, mit dem Finger auf den Trainer oder die Spieler zu zeigen, aber wir müssen auch andere Bereiche unter die Lupe nehmen", stellte er klar und nahm stattdessen die Club-Führung in die Pflicht.
"Ich erwarte mehr": Lisandro Martínez richtet klare Worte an Jason Wilcox
Martínez zufolge müsse man auf dem Transfermarkt nachlegen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können, "denn viele Teams holen ebenfalls viele Spieler", ergänzte der Weltmeister von 2022.
Auf Nachfrage legte der Innenverteidiger noch einmal nach, nahm schließlich Jason Wilcox (55) ins Visier: "Ich erwarte mehr von unserem Sportdirektor", wurde er deutlich.
Dabei griff der englische Premier-League-Riese unter dem 55-Jährigen im Sommer tief in die Tasche, gab mehr als 170 Millionen Euro für Carlos Baleba, Andrey Santos (beide 22) und Youri Tielemans (29) aus.
So richtig zufrieden scheint Martínez mit den Neu-Verpflichtungen aber nicht zu sein.