Osnabrück - Mit einem 4:1 (2:1) beim VfL Osnabrück ist der FC Bayern München am Mittwochabend souverän in die zweite DFB-Pokal-Runde eingezogen. Sportlich hielt die Partie dabei nur wenig Nervenkitzel bereit. Den gab es dafür auf den Rängen.
Zum Knaller-Duell mit dem deutschen Rekordmeister verwandelten die Ultras des Zweitliga-Aufsteigers die Bremer Brücke kurzerhand in einen riesigen Freizeitpark und lieferten damit womöglich schon früh einen heißen Anwärter auf das Tifo des Jahres.
Eine Achterbahn bildete dabei das Herzstück der Wahnsinns-Choreografie, mit der die aktive Fanszene das aus ihrer Sicht turbulente Auf und Ab des Klubs aufgriff.
Dafür erstreckte sich über die komplette Ostkurve das aufwendig nachgestellte Holzgerüst eines Fahrgeschäfts.
Quer durch den Block zog sich passend dazu der Schriftzug auf dem XXL-Transparent: "VfL Osnabrück geht ab wie Achterbahn!"
Die Fans beließen es allerdings nicht beim bloßen Hingucker, denn sie brachten den Rollercoaster passend zum Motto tatsächlich auch zum Fahren. Mehrere vermummte, ausgestopfte Puppen saßen in einem Wagen und drehten eine Runde. Wahnsinn!
"Tolle Choreografie", schwärmte ARD-Kommentatorin Christina Graf (40), ehe der Fokus aufs sportliche Geschehen wanderte.
Düsseldorf-Szene ließ die U-Bahn tuckern
Mit ihrer fahrenden Achterbahn haben die Osnabrücker schon mal ordentlich vorgelegt. Andere Fanszenen müssen für ihre nächsten Choreos also einiges auffahren, wenn sie da noch einen draufsetzen wollen.
Ganz neu ist die Idee mit beweglichen Elementen aber nicht. Ein Beispiel lieferten schon im Sommer 2013 die Ultras von Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf.
Zum 725. Geburtstag der Stadt setzte sich damals eine auf dem Transparent dargestellte U-Bahn in Bewegung und tuckerte von einer Seite des Blocks zur anderen. Dabei wurde sie sogar live im Stadion von vermummten Sprayern besprüht.