Ex-Bundesliga-Star Xhaka gesteht Kauf von Impfzertifikaten: "Empfand tiefes Misstrauen"

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Von Jens Marx

Bern (Schweiz) - Corona-Geständnis von Granit Xhaka (33)! Der Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft und ehemalige Bundesliga-Star hat in einem öffentlichen Statement zugegeben, im Jahr 2022 Impfzertifikate käuflich erworben zu haben.

Granit Xhaka (33, r.) spielt seit Sommer 2025 beim AFC Sunderland. Zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Zertifikatkaufs 2022 kickte er noch für den FC Arsenal.
Granit Xhaka (33, r.) spielt seit Sommer 2025 beim AFC Sunderland. Zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Zertifikatkaufs 2022 kickte er noch für den FC Arsenal.  © OLI SCARFF / AFP

"Im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung war ich damals persönlich stark verunsichert und hatte große Bedenken", schrieb der Mittelfeldspieler des AFC Sunderland bei Instagram.

Er habe tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff empfunden und sei von Ängsten und Verunsicherung geprägt gewesen. "In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären", schrieb Xhaka. 

Der Nationalmannschaft steht er nach seinem Geständnis in den kommenden vier Partien der Nations League nicht zur Verfügung.

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"Heute sehe ich klar, dass dieser Weg nicht richtig war. Es war ein Fehler. Das tut mir leid. Ich übernehme die Verantwortung für diese Entscheidung, stelle mich der Aufarbeitung des Sachverhalts und kooperiere vollumfänglich mit den zuständigen Behörden", betonte Xhaka weiter. 

Die Staatsanwaltschaft Luzern ermittelt in der Angelegenheit. Im kommenden Monat soll der Fußballprofi, der auch schon für Borussia Mönchengladbach spielte und mit Bayer Leverkusen die Deutsche Meisterschaft gewann, dazu vernommen werden.

Auf Instagram äußerte sich Granit Xhaka in seiner Story.
Auf Instagram äußerte sich Granit Xhaka in seiner Story.  © Screenshot/Instagram/granitxhaka

Schweizer "Nati" verzichtet auf Kapitän Granit Xhaka

Granit Xhaka führte die Schweiz bei der WM im Sommer als Kapitän aufs Feld. Jetzt verzichtet sein Land erst einmal auf ihn.
Granit Xhaka führte die Schweiz bei der WM im Sommer als Kapitän aufs Feld. Jetzt verzichtet sein Land erst einmal auf ihn.  © CARL RECINE / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Es gehe darum zu klären, "ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt im Zusammenhang mit einer möglichen Erschleichung einer falschen Beurkundung oder/und Urkundenfälschung (Corona-Zertifikate)", sagte Simon Kopp, der Leiter der Medienstelle der Staatsanwaltschaft Luzern, der Schweizer Nachrichtenagentur SDA.

Den Schweizerischen Fußballverband informierte der 152-malige Nationalspieler am Abend vor seinem Statement bei Instagram. "Wir begrüßen, dass Granit diesen Schritt macht und sich der Aufarbeitung stellt. Gleichzeitig sind wir gemeinsam zum Schluss gekommen, dass es im Interesse der Mannschaft ist, diesen Zusammenzug ohne ihn zu bestreiten", erklärte SFV-Präsident Peter Knäbel (59) mit Blick auf die ersten Länderspiele der Saison.

"Für uns geht es jetzt darum, Ruhe in die Situation zu bringen und den Fokus voll und ganz auf die Mannschaft und die bevorstehenden Aufgaben in der UEFA Nations League zu richten."

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Die Schweizer Nationalmannschaft bereitet sich im türkischen Belek auf die Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland am 26. und 29. September vor. Zwei weitere Partien stehen Anfang Oktober an. "Nach Abschluss dieses Länderspielfensters werden wir die Situation gemeinsam mit Granit neu beurteilen und das weitere Vorgehen besprechen", erklärte Knäbel.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/granitxhaka, CARL RECINE / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

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