"Operation Strafstoß": Brasilien kämpft mit allen Mitteln gegen die Wettmafia

Rio de Janeiro - Der brasilianische Fußball-Verband CBF hat beim sich mittlerweile bis hinauf in die erste Liga ausweitenden Skandal um Wett-Manipulationen um Hilfe der Bundespolizei gebeten.

Der brasilianische Fußballhimmel verdunkelt sich zunehmend. (Symbolbild)
Der brasilianische Fußballhimmel verdunkelt sich zunehmend. (Symbolbild)  © CARL DE SOUZA/AFP

Auf Geheiß von Justizminister Flavio Dino (55) wird in der vor wenigen Wochen zunächst regional im Bundesland Goias angestoßenen "Operation Strafstoß" nun landesweit ermittelt.

Selbst die US-Liga MLS ist ins Visier der Ermittler geraten.

Es sollen in mindestens sechs Spielen der brasilianischen Serie A Spieler von einer Wettmafia für Summen ab umgerechnet 10.000 Euro aufwärts angeheuert worden sein, um sich Gelbe und Rote Karte einzuhandeln oder Elfmeter zu verschulden.

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Gegen 16 Personen, davon sieben Profis, wurde bereits Strafanzeige gestellt.

Mehr als 100 Namen tauchten in den Untersuchungen bislang auf, darunter auch die der für US-Klubs tätigen Max Alves (21, Colorado Rapids) und Zeca (34, Houston Dynamo).

Die CBF sieht sich wie die Wettanbieter, die kurioserweise als finanzkräftige Sponsoren bei allen 20 Erstligateams ein Fuß in der Tür haben, als Geschädigte

Verbandspräsident Ednaldo Rodrigues (69) verkündete: "Es gibt keine Chance, den laufenden Wettbewerb abzubrechen."

Vielmehr fordert Rodrigues drakonische Strafen gegen Spieler und andere im Skandal involvierte Personen.

Titelfoto: CARL DE SOUZA/AFP

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