Koblenz - Es war ein bitterer Samstag für die TuS Koblenz: Im Duell mit dem TSV Gau-Odernheim setzte es eine herbe 1:5-Klatsche. Ob das Ergebnis Bestand haben wird, ist allerdings fraglich. Der Tabellenführer wird Protest einlegen.
Hintergrund ist die Breite des Spielfelds in Gau-Heppenheim, wohin das Kräftemessen der Klubs aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes in Odernheim entsprechend verlegt worden war.
Noch am Tag der Pleite habe der Turn- und Spielvereinigung zufolge eine Prüfung zutage gefördert, dass die Mindestbreite von 60 Metern nicht ansatzweise eingehalten worden sei.
"Die Spielfeldabmessung soll 105 x 68 Meter betragen. Der Spielausschuss kann Ausnahmen bewilligen, und zwar in Bezug auf die Länge zwischen 100 und 110 Meter, und in Bezug auf die Breite zwischen 60 und 75 Metern", zitieren die Koblenzer die zugrunde liegende Spielordnung.
Eine am Samstag mit einem Laser durchgeführte Messung habe jedoch nur eine Breite des Platzes von 52 Metern ergeben, heißt es. "Sollte sich dieses Ergebnis annähernd bestätigen, läge das Spielfeld damit deutlich unter der in Paragraph sieben vorgesehenen Mindestbreite von 60 Metern."
Völlig aus dem Nichts kommt der Widerspruch gegen die Spielwertung allerdings nicht.
TuS Koblenz: Bedenken gegen Breite des Spielfelds in Gau-Heppenheim bereits im Vorfeld der Partie
Bereits im Vorfeld des Aufeinandertreffens in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar habe man dem TSV gegenüber deutliche "Bedenken hinsichtlich der Spielfeldabmessungen geäußert", die Austragung der Partie in Gau-Heppenheim sogar abgelehnt.
Die Hausherren hätten dem zuständigen Fußball-Regional-Verband "Südwest" gegenüber hingegen eine Mindestbreite des Spielfelds von 60 Metern bestätigt, weshalb die Partie angesetzt worden sei.
Als Ausrede für die am Samstagnachmittag gegen Gau-Odernheim gezeigte Leistung des aktuellen Tabellenführers, der nach fünf Partien zwölf Zähler auf dem Konto hat, sei der Einspruch laut TuS-Präsident Christian Krey (45) nicht zu verstehen.
"Mit dem heutigen Protest möchten wir weder die Leistung der Mannschaft schönreden noch uns dahinter verstecken", wird Krey auf der Webseite der Koblenzer entsprechend zitiert. Dennoch müssten aus der Sicht des Vereins bei einem Fußballspiel natürlich "faire und regelkonforme Bedingungen" vorherrschen, welche "in der zuständigen Spielordnung definiert sind".
Da jene Bedingungen nicht gegeben gewesen seien, werde man gegen die Wertung des Spiels Protest einlegen und dieses entsprechend überprüfen lassen, so Krey. Dieser könnte im Falle eines Erfolgs Folgen haben. Dem TSV könnte der Verlust weiterer Punkte drohen, auch würde künftigen Spielen in Gau-Heppenheim ein Riegel vorgeschoben.