Fünf Meistertitel im Ausland: Deutscher Weltenbummler heuert in der Regionalliga an

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Berlin - In der Welt zu Hause, in Berlin künftig daheim! Nach zwölf Jahren auf Weltreisen ist Leon Pöhls (29) zurück in Deutschland, heuert in der Regionalliga Nordost an.

Leon Pöhls (29) in Irland auf dem Weg zu einem Liga-Spiel. Jetzt führt sein Weg nach Deutschland zurück. (Archivfoto)
Leon Pöhls (29) in Irland auf dem Weg zu einem Liga-Spiel. Jetzt führt sein Weg nach Deutschland zurück. (Archivfoto)  © IMAGO / Inpho Photography

Nordost-Club Tasmania Berlin verkündete stolz den Transfer des Weltenbummlers, der künftig den Kasten des Schlusslichts sauber halten soll.

Der Aufsteiger hatte das Tor als Problemposition ausgemacht, mehr als drei Gegentore pro Spiel und zig Torwart-Fehler waren zu viel. Pöhls war verfügbar, weil zuletzt vereinslos. Nach mehreren Auslands-Abenteuern entschied sich der gebürtige Hamburger für die Deutschland-Heimkehr, unterzeichnete in Neukölln bis Sommer 2028.

Einst hatte er mit 17 Jahren den Sprung über den Großen Teich gewagt, Leon allein in New York. Ein Stipendium machte es möglich.

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Im Anschluss zog es ihn 2016 an die York St John University nach England, wo er Internationales Finanzwesen studierte. Parallel stand er für den Achtligisten Tadcaster Albion zwischen den Pfosten und schlug sich in einem Testspiel gegen die Shamrock Rovers so gut, dass die Iren ihm einen Profivertrag anboten.

Pöhls schmiss sein Studium für Fußball - und sollte den Schritt nicht bereuen!

Leon Pöhls avancierte mit den Shamrock Rovers zum irischen Dauermeister, spielte international

Keeper Pöhls (r.) feiert seinen vierten Meistertitel in Irland, ein fünfter sollte noch dazukommen. (Archivfoto)
Keeper Pöhls (r.) feiert seinen vierten Meistertitel in Irland, ein fünfter sollte noch dazukommen. (Archivfoto)  © IMAGO / Inpho Photography

Mit den Rovers arbeitete er sich vom Reserve-Keeper zur Nummer eins hoch, sammelte in sieben Saisons fünf Meistertitel, spielte Champions-League-Quali und Conference League.

Fans, Trainer und Mitspieler nannten ihn liebevoll "Pohls", weil sie in Irland das "ö" nicht aussprechen konnten.

2025 war Schluss auf der Grünen Insel. Pöhls zog nach Albanien weiter, wollte mit den KF Vllaznia das Kunststück wiederholen. Am Ende wurde es Platz drei, obwohl der Keeper 16-mal zu null spielte.

In der Conference League spielte Pöhls (M.) mit den Rovers unter anderem gegen Chelsea.
In der Conference League spielte Pöhls (M.) mit den Rovers unter anderem gegen Chelsea.  © JUSTIN TALLIS / AFP

Im August löste Pöhls seinen Vertrag auf und verabschiedete sich auf Instagram mit den Worten: "Ich gehe mit erhobenem Kopf, dankbar für die Möglichkeit und für die Menschen, die ich auf meinem Weg getroffen hab."

Jetzt ruft in Deutschland der Überlebenskampf in Liga 4 statt Meisterkampf im Ausland. Für Pöhls ist Tasmania tatsächlich die erste deutsche Station als Profi - mit 29 Jahren.

Titelfoto: IMAGO / Inpho Photography

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