Irres Transfer-Finish für Greifswald: Nordost-Klub angelt sich Millionen-Talent von Bayern
Greifswald/München - Irres Transfer-Finish für den Greifswalder FC! Zum Toreschluss des Transferfensters gibt der Regionalliga-Club einen namhaften Neuzugang bekannt - es ist der jüngste Torschützen der Drittliga-Geschichte, der von Bayern München kommt.
Gibson Adu (heute 18) erzielte im zarten Alter von 16 Jahren, einem Monat und 30 Tagen sein erstes Tor in der 3. Liga. Damit löste er keinen Geringeren als Weltstar David Alaba (heute 34) ab, der diese Bestmarke als Bayern-Jugendspieler aufgestellt hatte.
GFC-Sportdirektor Matthias Rahn (36) stolz: "Mit Gibson ist uns ein Transfer gelungen, der für einen Regionalligisten alles andere als selbstverständlich ist. Über seine fußballerische Qualität müssen wir nicht lange sprechen. Er bringt außergewöhnliches Potenzial mit und hat bereits in sehr jungen Jahren gezeigt, auf welchem Niveau er sich bewegen kann."
Der FC Bayern verpflichtete Adu wenige Wochen nach seinem Rekordtor für eine Millionen-Summe von der SpVgg Unterhaching. Der große Durchbruch stellte sich bei Bayerns U23 aber nicht ein.
Adu fristete zwei Jahre ein Reservistendasein, ein vermeintlich vollzogenen Transfer zum SCR Altach wurde von der UEFA wegen Arbeitsrechtsbestimmungen annulliert. Stattdessen kehrte er auf Leihe zu Haching zurück, konnte sich aber bei den Profis nicht durchsetzen.
Gibson Adu will nach harten Jahren beim FC Bayern jetzt beim Greifswalder FC durchstarten
Jetzt schlägt Adu am Greifswalder Bodden seine Zelte auf, unterschreibt für zwei Jahre plus Option auf eine weitere Saison.
Der Überraschungstransfer sagt: "Der Wechsel zum GFC ist für mich die bestmögliche Entscheidung. Die Mannschaft ist jung, frisch und hat Hunger. Ich möchte möglichst viel spielen und der Mannschaft mit Toren und Assists weiterhelfen."
Geboren wurde Adu in Mainz, beim SC Lerchenberg begann er das Fußballspielen, ehe er in das NLZ von Mainz 05 wechselte.
Später ging es nach Unterhaching, wo er sich Adu bundesweit mit seinem Tor einen Namen machte.
Titelfoto: IMAGO / DeFodi Images

