111 Euro für ein Leibchen! So verteidigt der FC den hohen Preis für das Sondertrikot

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Köln - Wenn der 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) auf den FC Schalke 04 trifft, laufen die Geißböcke in einem Sondertrikot auf. Viele Fans kritisierten im Vorfeld den hohen Preis für das besondere Hemd, nun verteidigt sich der Klub.

Philipp Liesenfeld (40), Geschäftsführer Marketing und Vertrieb beim 1. FC Köln, ist mit der Resonanz zum Willi-Ostermann-Sondertrikot zufrieden.
Philipp Liesenfeld (40), Geschäftsführer Marketing und Vertrieb beim 1. FC Köln, ist mit der Resonanz zum Willi-Ostermann-Sondertrikot zufrieden.  © Imago / Jan Huebner

Während das weinrote Sondertrikot zu Ehren des 150. Geburtstags der Kölner Ikone Willi Ostermann im regulären FC-Shop stolze 111 Euro kostet, ist es über die offizielle App von Ausrüster Adidas schon für 100 Euro zu haben. 

Die Preisdifferenz habe aber einen guten Grund, erklärt Philipp Liesenfeld (40), Geschäftsführer Marketing und Vertrieb beim Traditionsklub, gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

"In der App fehlt die Box, die dieses Produkt vervollständigt", so Liesenfeld. Hinzu komme, dass ein Sondertrikot aufwendiger veredelt werde, als ein herkömmliches Leibchen. "Und auch die Box kostet Geld", erklärt der Marketingexperte.

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Dennoch habe der Klub den Preis bezahlbar halten wollen, weshalb Vereinsmitglieder lediglich 99 Euro zahlen müssten, beteuert der 40-Jährige.

Allerdings sei den Verantwortlichen auch bewusst, "dass das immer noch sehr viel Geld ist und Trikotpreise sensibel sind. Diese steuern wir allerdings nicht allein."

Darum gibt es in diesem Jahr kein Karnevalstrikot beim 1. FC Köln

Shootingstar Said El Mala (20) ist bei den Fans besonders beliebt: Laut Liesenfeld wählen deutlich mehr als 50 Prozent der Fans seinen Namen für ihren Trikotflock.
Shootingstar Said El Mala (20) ist bei den Fans besonders beliebt: Laut Liesenfeld wählen deutlich mehr als 50 Prozent der Fans seinen Namen für ihren Trikotflock.  © Federico Gambarini/dpa

Darüber hinaus hat Liesenfeld verraten, warum man sich in diesem Jahr gegen ein klassisches Karnevalstrikot und stattdessen für das Ostermann-Hemdchen entschieden hat.

"Beim Ostermann-Thema steckt vieles drin: die Stadt, ihre Menschen, die Tradition und der Karneval. Uns war schnell klar, dass wir es größer erzählen wollen […]. Das Lied 'Heimweh nach Köln' findet sich im Design wieder, die weinrote Farbe passt sehr gut zu uns."

Ein jährliches Karnevalstrikot sei zudem nicht "in Stein gemeißelt", der FC wolle stattdessen flexibel entscheiden können, "welches Thema gerade passt". Gerüchte, dass Adidas generell kein solches Leibchen produzieren wolle, verwies der Marketingchef allerdings ins Reich der Fabeln. Das sei "ein Mythos", da Karneval Kultur sei.

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Auch, wenn die Zielgruppe bei dem aktuellen Sondertrikot deutlich spitzer sei als sonst, sei der Klub mit der bisherigen Resonanz "sehr zufrieden". Verkaufszahlen nennt Liesenfeld zwar nicht, verrät aber: "Bereits am ersten Tag lagen wir auf Rekordniveau."

Gleiches gelte auch für die Zusammenarbeit mit Adidas. Diese habe die Erwartungen der Verantwortlichen bislang übertroffen. "Bei Teamwear und Kollektionsteilen liegen wir 40 Prozent über dem Vorjahr. Dazu kommen Produkte wie der Samba, Jacken und die Retro-Teile, die besonders gut ankamen", so Liesenfeld. 

Titelfoto: Imago / Jan Huebner

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