Köln - Mit fünf Neuzugängen, aber ohne Said El Mala in der Startelf ist der 1. FC Köln im Duell der beiden Fast-Absteiger der vergangenen Bundesliga-Saison gegen Werder Bremen am Samstagabend nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus gekommen. Eine lange Negativserie hält zudem weiterhin an.
Seit inzwischen 17 Partien wartet FC-Keeper Marvin Schwäbe darauf, den Platz endlich mal wieder mit einer weißen Weste verlassen zu dürfen. Doch auch gegen die Norddeutschen musste der 31-Jährige wieder hinter sich greifen - natürlich nach einem Standard.
Dabei hatte das Spiel für die Hausherren so gut angefangen: Die Kölner agierten mutig und versuchten, die Gäste schon in der eigenen Hälfte unter Druck zu setzen, um hohe Ballgewinne zu erzielen.
Und das hatte schon früh Erfolg: Nach einem Abschluss von Thijs Dallinga bekam Youri Regeer die Kugel an den Arm und Referee Florian Exner zeigte folgerichtig auf den Punkt. Dallinga trat an, sein Versuch konnte Bremens Schlussmann Karl Hein aber aus der Ecke fischen (7.).
Besser machten es die Kölner dann nur wenige Zeigerumdrehungen später: Unter Druck spielte Werder-Verteidiger Amos Pieper die Pille direkt in die Füße von Tom Krauß. Der Sechser leitete die Kugel weiter zu Ellyes Skhiri, der wiederum Linton Maina auf der rechten Außenbahn bediente. Der 27-Jährige fackelte nicht lange und schloss wuchtig in die lange Ecke ab - 1:0 (11.).
Niclas Füllkrug trifft zum 1:1-Unentschieden für Werder Bremen
In der Folge zeigten die Rheinländer insbesondere in der Defensive eine souveräne Vorstellung. Nur durch Flanken aus dem Halbfeld kamen die Bremer zu nennenswerten Offensivaktionen. Wirklich zwingend wurde es allerdings nicht, wodurch es mit einer verdienten 1:0-Führung für den FC zum Pausentee ging.
Mit Beginn der zweiten Spielhälfte änderte sich das Bild dann plötzlich. Auf einmal agierten die Gäste deutlich mutiger, waren aggressiver in den Zweikämpfen und übernahmen mehr und mehr die Spielkontrolle.
Eine Direktabnahme von Werder-Eigengewächs Eren Dinkci landete zwar noch an der Latte (58.), nach einem Eckball tauchte Niclas Füllkrug dann aber frei vor Schwäbe auf. Der Ex-Nationalspieler blieb cool und schob zum 1:1-Ausgleich ein (70.).
Weil auch der kurz danach eingewechselte Said El Mala im Anschluss keine Aktion mehr hatte, blieb es am Ende bei der leistungsgerechten Punkteteilung. Am kommenden Wochenende muss der FC zum Auswärtsspiel zum HSV reisen (Samstag, 15.30 Uhr), Bremen trifft zur selben Zeit auf den FC Augsburg.
Statistik zum Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen
Bundesliga, 3. Spieltag
1. FC Köln - Werder Bremen 1:1 (1:0)
1. FC Köln: Schwäbe - Castro-Montes (64, Sebulonsen), Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah - Skhiri, Krauß, Maina (64. Johannesson), Moore (74. El Mala), Bülter - Dallinga (64. Ache)
Werder Bremen: Hein - Arthur (81. Schmetgens), Pieper, Friedl, Deman - Reis (70. Stalmach), Regeer (83. Weiser), Chuki, Dinkci (83. Erevbenagie), Grüll - Füllkrug (81. Itten)
Schiedsrichter: Florian Exner (München)
Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)
Tor: 1:0 Maina (11.), 1:1 Füllkrug (70.)
Gelbe Karten: - / Friedl (72.)
Besondere Vorkommnisse: Thijs Dallinga verschießt Handelfmeter (7.)
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
SC Freiburg | 3 | 10:1 | 9 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 3 | 8:2 | 9 | |
| 3 |
|
FC Augsburg | 3 | 9:3 | 7 | |
| 4 |
|
SV 07 Elversberg | 2 | 7:5 | 6 | |
| 5 |
|
FC Bayern München | 2 | 5:1 | 4 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 3 | 8:5 | 4 | |
| 7 |
|
1. FSV Mainz 05 | 3 | 6:3 | 4 | |
| 8 |
|
Eintracht Frankfurt | 3 | 7:8 | 4 | |
| 9 |
|
SV Werder Bremen | 3 | 5:6 | 4 | |
| 10 |
|
FC Schalke 04 | 3 | 3:4 | 4 | |
| 11 |
|
1. FC Köln | 3 | 5:7 | 4 | |
| 12 |
|
RB Leipzig | 2 | 4:3 | 3 | |
| 13 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 3 | 6:7 | 3 | |
| 14 |
|
VfB Stuttgart | 3 | 6:8 | 3 | |
| 15 |
|
SC Paderborn 07 | 3 | 0:4 | 1 | |
| 16 |
|
1. FC Union Berlin | 3 | 4:10 | 1 | |
| 17 |
|
Hamburger SV | 2 | 0:7 | 0 | |
| 18 |
|
Borussia Mönchengladbach | 3 | 3:12 | 0 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.