Köln - Das Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 15.30 Uhr) gilt auch in diesem Jahr als Risikobegegnung. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor - und hat bereits erste Maßnahmen gegen Fans eingeleitet.
Für acht Angehörige der Kölner Fanszene sowie drei Gladbach-Fans wurden laut Polizei Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Weitere 50 FC-Fans erhielten zudem eine sogenannte Gefährderansprache.
Am Spieltag wollen die Einsatzkräfte vor allem die An- und Abreisewege sowie bekannte Fantreffpunkte im Blick behalten. Bei konkreten Gefahren oder Straftaten werde die Polizei konsequent einschreiten, heißt es.
"Trotz aller Emotionen haben wir eine klare gemeinsame Verantwortung dafür, dass aus sportlicher Rivalität keine Gewalt wird", sagt Einsatzleiterin Mareike de Valck von der Kölner Polizei.
Beim Derby kommt zudem erstmals die im Juli erneuerte "Stadionallianz NRW" zum Einsatz. Damit wollen Vereine, Polizei, Bundespolizei und Innenministerium die Zusammenarbeit rund um Fußballspiele enger verzahnen.
Fußballklubs sind selbst für Ordnung und Sicherheit im Stadion zuständig
Konkret sind die NRW-Klubs aus den ersten drei Profiligen und ihre Ordnungsdienste im Rahmen der neuen Regelung für die Sicherheit im Stadion zuständig, die Polizei für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung.
Die Ordnungshüter wollen dabei nach eigenen Angaben stärker im Hintergrund bleiben.
"Jetzt liegt der Ball sprichwörtlich im Feld der Fußballanhänger", sagt de Valck. Die Fans seien gefordert, das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.
Auch FC-Geschäftsführer Philipp Türoff (50) begrüßt das Konzept: "Die neue 'Stadionallianz NRW' setzt stark auf die Eigenverantwortung der Klubs und Fans. Das ist ein Vertrauensvorschuss, den wir als 1. FC Köln begrüßen und dem wir verantwortungsvoll gerecht werden wollen."