Aus Startelf gepatzt: Stoppt Union-Star Querfeld jetzt die Gegentor-Flut?

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Berlin - Es hakt noch bei Union! Dem unterhaltsamen Auftakt gegen Eintracht Frankfurt folgte eine herbe Klatsche. Mit 0:4 geriet Union Berlin bei Angstgegner Leverkusen unter die Räder. Der Harmlos-Auftritt ist zwar abgehakt, um einen kompletten Fehlstart zu vermeiden, muss nun gegen Schalke dennoch ein Sieg her.

Mauro Lustrinelli (50) weiß, dass die Umstellung aufs neue Spielsystem noch Zeit braucht.
Mauro Lustrinelli (50) weiß, dass die Umstellung aufs neue Spielsystem noch Zeit braucht.  © Marius Becker/dpa

"Für mich geht es darum, dass wir unsere Spielprinzipien auf den Platz bringen. Egal, wie der Gegner heißt, ob Schalke oder Bayern - das ist nicht relevant", sagte Union-Trainer Mauro Lustrinelli (50) vor dem Flutlicht-Kracher am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) gegen den Aufsteiger. "Wir müssen unser Spiel durchdrücken."

Heißt: Union will anders als in Leverkusen, als die Eisernen praktisch keine Chance hatten, ganz anders auftreten. "Wir wollen Druck machen, den Ball erobern und nach vorne spielen, so schnell und so gut wie möglich", sagte der 50‑Jährige, der weiß, dass die Umsetzung Zeit benötigt: "Einen Prozess kann man nicht zaubern."

Um gegen Schalke zu punkten, braucht Union aber nicht nur vorne mehr Punch. Die Eisernen müssen vor allem ihre eigentlich Union-untypischen Defensivprobleme in den Griff bekommen. In zwei Spielen kassierten die Köpenicker schon sieben Gegentore.

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"Wir wissen, dass das ein Bereich ist, wo wir uns verbessern wollten", so Lustrinelli. "Auch das ist ein Teil des Prozesses. Wichtig ist, dass wir Beharrlichkeit und Resilienz zeigen."

Lustrinelli will sich in der Abwehr noch nicht festlegen

Leopold Querfeld (22, r.) könnte wieder in die Startelf zurückkehren.
Leopold Querfeld (22, r.) könnte wieder in die Startelf zurückkehren.  © Julius Frick/dpa

Bei Angstgegner Bayer versuchte es der Schweizer etwas überraschend mit Neuzugang Felix Uduokhai (33) in der Startelf. Doch der Innenverteidiger erlebte ein Horror-Debüt, sah bei allen vier Gegentoren unglücklich aus. Rutscht nun Leopold Querfeld (22) wieder in die Startelf?

Gegen die Eintracht hatte der junge Österreicher noch schwer gepatzt, sich dann aber gefangen und maßgeblich zum 3:3 beigetragen. Lustrinelli wollte sich aber noch nicht festlegen. "Leo hat letzte Woche eine spezielle Woche erlebt und hat dann wirklich super trainiert. Ich habe ihn auch in der Kabine, obwohl er nicht gespielt hat, sehr präsent erlebt. Er hat alles gemacht, um die Mannschaft zu unterstützen."

Dass was bei Union zuletzt nicht mehr so richtig funktioniert, hat Schalke ausgerechnet gegen die Bayern gezeigt. Der Aufsteiger hat gegen Bayern Beton angerührt, mit viel Leidenschaft verteidigt und auch dank eines überragenden Ex-Unioners Loris Karius (33) dem Rekordmeister ein 0:0 abgeknöpft. Die Knappen kommen nun mit viel Rückenwind an die Alte Försterei.

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"Ich glaube, das wird ganz ein anderes Spiel. Es wird sicher etwas offener sein. Wir wissen, um die Mentalität von unserem nächsten Gegner. Wir werden bereit sein."

Verzichten muss der Schweizer weiterhin auf Andrej Ilic (26), Oliver Burke (29), Marvin Friedrich (30) und Stanley Nsoki (27). Ein Fragezeichen steht noch hinter Last-Minute-Einkauf Kastriot Imeri (26).

Titelfoto: Julius Frick/dpa

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