Heim hui, auswärts pfui: Welches Gesicht zeigt Union Berlin?

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Berlin - Jetzt soll es endlich in der Fremde klappen. Union Berlin hat nach der XXL-Länderspielpause die Schießbude zwar geschlossen, steckt aber weiter im Tabellenkeller fest. Auch, weil die Köpenicker auf den ersten Auswärtsdreier der Saison warten.

Beim letzten Aufeinandertreffen jubelten die Union-Stars.
Beim letzten Aufeinandertreffen jubelten die Union-Stars.  © Silas Stein/dpa

In Leverkusen setzte es ein 0:4, bei den Bayern gar ein 0:7. Danach fing sich Union, holte in Augsburg nach Rückstand noch ein 1:1. Es ist bislang der einzige Punkt auf fremdem Platz. Doch danach geriet der Kult-Klub auch in Köln unter die Räder, schied mit 0:5 aus dem Pokal aus.

Zu Hause hingegen ist Union wieder das Union, das die Liga so fürchtet: unbequem und defensivstark. Auswärts hingegen stockt der Motor gewaltig.

"Zu Hause haben wir eine gewisse Stabilität gezeigt. Das wollen wir auch auswärts, wo es uns im Moment nicht so gelungen ist. Das haben wir in der Kabine bewusst thematisiert", sagte Mauro Lustrinelli (50) vor dem schwierigen Spiel am Sonntag beim SC Freiburg (17.30 Uhr/DAZN).

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In der Bundesliga sind die Eisernen mittlerweile seit vier Spielen ungeschlagen und auch Freiburg ist ein gutes Pflaster. Seit sieben Spielen hat der Sportclub nicht mehr gegen Union gewonnen.

Allein die letzten beiden Partien im Breisgau konnten die Eisernen jeweils für sich entscheiden, zuletzt im März (1:0) durch Woo-yeong Jeong (27). Überrascht Union erneut?

Mauro Lustrinelli (50) hat die Auswärtsschwäche auch bei der Mannschaft angesprochen.
Mauro Lustrinelli (50) hat die Auswärtsschwäche auch bei der Mannschaft angesprochen.  © Soeren Stache/dpa

Union Berlin will beim SC Freiburg das Heimgesicht zeigen

Janik Haberer (32, 2.v.l.) sicherte mit seinem ersten Saisontor einen Punkt in Augsburg.
Janik Haberer (32, 2.v.l.) sicherte mit seinem ersten Saisontor einen Punkt in Augsburg.  © Harry Langer/dpa

"Wir wollen unser Gesicht zeigen - überall, wo wir spielen. Zu Hause und auswärts. Das ist auch für uns der nächste Step und die nächste Challenge", so Lustrinelli.

Und Union hat einen, der Freiburg noch bestens kennt: Janik Haberer (32). Sechs Jahre lang spielte der 32-Jährige beim SC und glänzt mittlerweile in neuer Rolle. Die letzten beiden Spiele hat Haberer als Rechtsverteidiger jeweils getroffen. Unvergessen auch sein Last-Minute-Tor in der Alten Försterei, wodurch Union am letzten Spieltag gegen Freiburg die Klasse hielt.

Kurios: Danach musste er zwei Spielzeiten lang auf sein nächstes Tor warten. Macht er jetzt den Hattrick?

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"Die Statistik spricht für ihn. Jannik ist ein unglaublich intelligenter Spieler, der überall spielen kann. In diesem Moment haben wir ihn auf der rechten Seite gebracht. Er ist sofort in diese Rolle gegangen", lobte der Schweizer. "Er gehört zu den Führungsspielern, die vielleicht nicht viel sagen, aber dank seiner Leistung ist er sicher sehr vorbildlich."

Titelfoto: Silas Stein/dp, Soeren Stache/dpaa

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