Nach magerem Remis gegen Augsburg: Zählt Bayer-Boss Rolfes hier Trainer Martinez an?
Leverkusen - Mit dem deutlichen 4:0-Sieg über Union Berlin in der Vorwoche hatten die Verantwortlichen bei Bayer 04 Leverkusen gehofft, den Horror-Saisonstart inklusive peinlicher 2:3-Niederlage bei Bundesliga-Neuling SV Elversberg vergessen zu machen. Beim 2:2-Unentschieden den FC Augsburg verfiel die Werkself aber erneut in alte Muster. Sportchef Simon Rolfes (44) fand im Anschluss entsprechend deutliche Worte.
Der Spieltag hatte so gut angefangen für den Werksklub. Youngster Christian Kofane (20) brachte Leverkusen mit seinem zweiten Saisontor in der 18. Minute schon früh auf Siegkurs gegen die überraschend gut gestarteten Bayern.
Und auch in der Folge dominierte Bayer das Geschehen auf dem Rasen, ließ Augsburg kaum eine Chance - bis zum Beginn der zweiten Halbzeit, als Michael Gregoritsch sich innerhalb weniger Minuten mit einem Doppelpack zum Rekordtorschützen in der Geschichte des FCA machte.
"Nach der Pause haben wir fünf oder acht Minuten aufhört, Fußball zu spielen. Dann steht es plötzlich 2:1 und du weißt nicht, warum", lässt sich Rolfes nach dem Abpfiff auf der Vereinshomepage zitieren.
Besonders ärgerlich für den Sportchef: Seine Profis hatten das Spiel selbst in der Hand. Man hätte den Gegner nur weiterhin "zurückdrängen und laufen lassen" müssen, dann hätte man "irgendwann das zweite Tor" gemacht, so Rolfes. "Wir hätten uns stärker belohnen müssen. Aber dafür musst du in allen Situationen 90 Minuten da sein."
Dass die Bayer-Elf das prinzipiell kann, daran hat der 44-Jährige keinen Zweifel. Diese Stabilität wieder herzustellen sei allerdings "absolut die Aufgabe" seines Cheftrainers Carles Martinez (42), betont der Ex-Nationalspieler. "Daran müssen wir arbeiten!"
So sieht Bayer-Trainer Carles Martinez das 2:2-Unentschieden gegen FC Augsburg
Der spanische Coach begründet das Last-Minute-Remis hingegen mit der guten Form der Bayern und erklärt: "Wenn eine Mannschaft wie Augsburg im Rhythmus ist und Selbstvertrauen hat, musst du bereit sein, weil sich ein Spiel innerhalb einer Minute verändern kann."
Seine Mannschaft habe am Wochenende hingegen weder die erforderliche Zweikampfhärte mitgebracht, noch die entscheidenden Aktionen für sich entscheiden können, meint der 42-Jährige, der klarstellt: "Im Fußball entscheiden solche Details."
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