0:4 gegen Greifswald! CFC kassiert dritte Heimpleite und Pfiffe von den Fans

Chemnitz - Schwerer Rückschlag für den Chemnitzer FC im Kampf um die Tabellenspitze. Gegen den Greifswalder FC kassierten die Himmelblauen am Samstag im eigenen Stadion eine deftige 0:4-Klatsche. Mit der Höhe der Niederlage waren die Gastgeber, die auf ganzer Linie enttäuschten, noch gut bedient!

Das darf nicht passieren: Grace Bokake stand in der 5. Minute völlig frei und brachte die Gäste in Führung.  © Picture Point / Gabor Krieg

CFC-Trainer Benjamin Duda hatte im Vorfeld der Partie auf die Konterstärke der Greifswalder hingewiesen. Offenbar hatten nicht alle Spieler zugehört.

Vor 4780 Zuschauern liefen die Chemnitzer bereits in der 5. Minute in den ersten Konter. Felix Heim ging auf der rechten Außenbahn durch und passte ins Strafraumzentrum auf Grace Bokake. Der Mittelstürmer stand völlig frei und brachte die Gäste in Führung.

Vier Minuten später die nächste Riesenchance. Wieder marschierte Heim. Dieses Mal fand er Robert Leipertz. Der jagte die Kugel aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei.

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Kay Seidemann setzte sich nach einer knappen halben Stunde auf der linken Außenbahn durch. Erneut wurde Bokake sträflich allein gelassen. Jan Löhmannröben rauschte heran und klärte.

So wie David Richter drei Minuten später. Heim schickte Bokake steil. Der CFC-Schlussmann hatte aufgepasst, eilte weit aus dem Strafraum heraus und schlug das runde Leder weg.

Ein katastrophaler Fehlpass von Löhmannsröben führte zum 0:2. Der Routinier spielte den Ball direkt vor die Füße von Michael Sternberg. Der bediente McMoordy Hüther. Der platzierte die Kugel aus 18 Metern im Tor (35.).

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CFC schwächelt in der Offensive

Fünf Jahre stand Jakub Jakubov bei den Himmelblauen im Tor. Sein Ex-Verein wurde ihm am Samstagnachmittag nicht gefährlich.  © Picture Point / Gabor Krieg

Ex-CFC-Schlussmann Jakub Jakubov war in den ersten 45 Minuten nur einmal ernsthaft gefordert. Nach dem ersten Eckball der Hausherren setzte der aufgerückte Innenverteidiger Justin Gröger zum Fallrückzieher an. Jakubov kratzte den Ball von der Linie (11.).

Nach der ersten Halbzeit ertönte nicht nur der Pausenpfiff, sondern auch Pfiffe von den Rängen.

Duda reagierte auf den schwachen Auftritt mit einem Dreifachwechsel. Sportdirektor Chris Löwe betonte im Halbzeit-Interview beim MDR: "Wir brauchen eine bessere Leistung!"

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Das schaffte die Duda-Elf nicht. Die erste Topchance gehörte wieder dem GFC. Heim sah Kay Seidemann. Der schaufelte den Ball aus fünf Metern übers leere Tor (51.).

Trotz der Wechsel - besser wurde das Spiel des Tabellenzweiten nicht. Offensiv ging wenig. Jakubov bekam kaum etwas zu tun.

Defensiv blieben die Chemnitzer extrem anfällig. Die Gäste verpassten es zunächst, das dritte Tor nachzulegen. Hüther (56./66.) vergab zweimal aus Nahdistanz.

Bokake machte in der 67. Minute alles klar. Wieder waren mehrere Greifswalder frei durch. Lion Semic bediente Bokake. Der Stürmer stellte aus Nahdistanz auf 3:0. Nach Vorarbeitet von Seidemann erhöhte Bokake auf 4:0 (78.).

Der CFC bleibt trotz der dritten (!) Heimniederlage Tabellenzweiter. Der Rückstand auf Spitzenreiter Erfurt beträgt jetzt vier Punkte.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 16 48:19 37
2 Chemnitzer FC 16 34:16 33
3 BFC Dynamo 16 25:13 32
4 Hallescher FC 16 25:14 31
5 VSG Altglienicke 16 32:20 30
6 FC Carl Zeiss Jena 16 24:14 27
7 FC Erzgebirge Aue 15 24:18 27
8 Greifswalder FC 16 33:24 26
9 1. FC Lokomotive Leipzig 15 30:28 21
10 1. FC Magdeburg II 15 28:29 20
11 FSV Zwickau 15 17:25 19
12 SV Babelsberg 03 16 16:28 16
13 BFC Preussen 16 20:23 15
14 BSG Chemie Leipzig 16 18:25 14
15 Hertha BSC II 15 11:26 11
16 Tasmania Berlin 16 24:48 11
17 RSV Eintracht 1949 15 15:34 9
18 FSV 63 Luckenwalde 16 17:37 8

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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