Freigeist Stockinger fühlt sich in Chemnitz pudelwohl: "Ich spüre einfach das Vertrauen"

Chemnitz - Privat ist Tobias Stockinger (26) mit einem 270 PS starken VW Golf GTI unterwegs. Beim Chemnitzer FC gibt er seit Sommer 2025 im offensiven Mittelfeld kräftig Gas.

Tobias Stockinger (26, l., mit Amadeus Zamora) ist ein feiner Techniker und Top-Vorbereiter. Jetzt trifft er auch noch.  © Picture Point / Gabor Krieg

"Für mich war es damals genau die richtige Entscheidung. Ich spüre hier einfach das Vertrauen und die Wertschätzung", erklärt der gebürtige Passauer, der vom BFC Dynamo zu den Himmelblauen gewechselt war und auf Anhieb Stammspieler wurde.

"Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit, tauschen uns wöchentlich im Einzelgespräch aus. Stocki ist ein Spieler, der nach Feedback lechzt. Wir haben wirklich eine sehr gute Beziehung aufgebaut", verrät Trainer Benjamin Duda (38).

Bereits in der vergangenen Saison, die für seine Mannschaft mit Platz sieben eher mittelmäßig verlief, habe Stockinger überzeugt. "Da hatte er eine Scorer-Statistik, die in den zweistelligen Bereich reinging", berichtet der Chefcoach.

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An seine starken Auftritte konnte Stockinger in dieser Saison nahtlos anknüpfen. Beim 2:0-Auswärtssieg gegen Altglienicke sorgte er in der 64. Minute, in der größten Druckphase der Hausherren, für den wichtigen Führungstreffer.

Duda: "Dieser Treffer ist beispielhaft für seine Entwicklung. Er ist ein kreativer Linksfuß mit viel Spielwitz. Das 1:0 am Freitagabend fällt nach seiner Balleroberung an der Mittellinie, wo er über den halben Platz aufs Tor zuläuft, den letzten Schritt sehr dynamisch setzt und vollendet."

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Als Offensivspieler geht's für Stockinger auch gegen den Ball: "Das ist schon anstrengend"

Erzielte beim Sieg gegen Altglienicke sein erstes Saisontor: Tobias Stockinger.  © Picture Point / Roger Petzsche

Stockinger ist allerdings nicht nur im Freigeist-Modus unterwegs. In erster Linie muss er als Offensivspieler auch immer wieder fleißig gegen den Ball arbeiten: "Das ist schon anstrengend."

Umso besser, wenn am Ende die (Tor-)Erfolge kommen. Aktuell spielt er mit dem CFC ganz oben mit. Eine Situation, die er vor einigen Jahren schon einmal erlebt hat. Mit der SpVgg Bayreuth wurde er am Ende der Saison 2021/22 Regionalliga-Meister.

Erkennt er Parallelen zum CFC? "Unser Trainer Timo Rost hatte damals den gleichen Ansatz wie Benni: hinten sicher stehen, vorn treffen." Nach 38 Spieltagen hatte Bayreuth 103 Tore erzielt, nur 39 kassiert und stieg in die 3. Liga auf.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 8 28:5 20
2 Chemnitzer FC 8 18:3 20
3 FC Erzgebirge Aue 8 15:11 17
4 FC Carl Zeiss Jena 8 13:5 16
5 BFC Dynamo 8 13:9 14
6 FSV Zwickau 8 10:11 14
7 Greifswalder FC 8 18:13 13
8 Hallescher FC 8 10:6 13
9 1. FC Magdeburg II 8 18:16 13
10 VSG Altglienicke 8 14:12 12
11 1. FC Lokomotive Leipzig 8 16:16 11
12 SV Babelsberg 03 8 10:13 6
13 BFC Preussen 8 9:13 6
14 RSV Eintracht 1949 8 11:20 6
15 Hertha BSC II 8 5:18 5
16 Tasmania Berlin 8 9:25 4
17 BSG Chemie Leipzig 8 4:11 3
18 FSV 63 Luckenwalde 8 6:20 3

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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