Schlag auf die Nase, Cut am Auge: "Zorro" kennt keinen Schmerz
Chemnitz - Dieser CFC-Verteidiger kennt keinen Schmerz! Am 4. Spieltag beim 0:0 in Halle bekam Roman Eppendorfer (23) einen Schlag auf die Nase und spielte weiter. In den Wochen danach lief "Zorro" mit Maske auf.
Am Sonntag beim 3:1-Sieg gegen Chemie Leipzig trug er keine Maske und zog sich bei einem Kopfballduell einen Cut am Auge zu. Nach kurzer Behandlungspause erzielte der 23-Jährige das 1:0.
"Bei einem Einwurf pralle ich mit dem Kopf meines Gegenspielers zusammen", meinte Eppendorfer: "Schmerzen gehören dazu im Fußball. Manchmal teile ich aus. Manchmal stecke ich ein."
Nach kurzer Behandlungspause an der Seitenlinie kehrte das Eigengewächs aufs Spielfeld zurück. Wenig später nahm er aus 18 Metern Maß. Der Ball - leicht abgefälscht - schlug zur Gästeführung im Kasten der Chemiker ein.
"Ich bin froh, dass der reingegangen ist. Ich hatte davor schon einen Schuss, der wurde geblockt. Das war ein ganz wichtiges Tor", sagte Eppendorfer.
Bereits im Landespokal beim Dresdner SC (6:0) hatte er aus der Distanz getroffen.
CFC-Verteidiger Roman Eppendorfer zeigt sich von seiner Mannschaft begeistert: "Das ist Wahnsinn"
Was macht den CFC aktuell so stark? "Dass wir uns defensiv in alles reinhauen. Das zieht sich von vorn bis hinten durch. Die gesamte Mannschaft. Das ist Wahnsinn", lobt der Außenverteidiger seine Teamkollegen: "Das ist beeindruckend. Das müssen wir beibehalten."
Nach dem tor- und erfolglosen Auftritt gegen Babelsberg (0:1) agierte in Leipzig-Leutzsch auch die Offensive wieder präziser und kaltschnäuziger. "Mit Fußball hatte das am Sonntag trotzdem nicht so viel zu tun. Bei Chemie war mehr das Arbeiten angesagt. In den Spielen davor hatten wir aber immer einen guten Mix zwischen beidem", wertet Eppendorfer.
Am Samstag reisen die Jungs von Chefcoach Benjamin Duda (38) in die Hauptstadt. Beim Aufsteiger Eintracht Stahnsdorf soll der achte Saisonsieg her. Eppendorfer steht dann wieder in der Startelf und wird - falls erforderlich - auf die Zähne beißen.
Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg
