Sorglos, kopflos, respektlos: CFC setzt bereits das dritte Heimspiel in den Sand!

Chemnitz - "Sorglos, kopflos, respektlos!" Nach der schwächsten Saisonleistung ging CFC-Trainer Benjamin Duda (38) mit seinen Jungs hart ins Gericht. 0:4 (0:2) verloren die Chemnitzer am himmelblauen Tag der offenen Tür. Bereits die dritte Heimniederlage in dieser Saison!

Die Geste von Leonhard von Schrötter zeigt, das Ergebnis vom Samstag ist eher zum Verstecken.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Gäste vom Greifswalder FC hatten im Dreifach-Torschützen Grace Bokake (24) ihren überragenden Mann. Allerdings stand der Mittelstürmer bei seinen Treffern zum 1:0 (5. Minute), 3:0 (67.) und 4:0 (78.) sträflich frei, konnte unbedrängt einschieben.

Das zweite Tor erzielte McMoordy Hüther (27) mit einem Flachschuss aus 18 Metern. Vorausgegangen war dieser Aktion ein katastrophaler Fehlpass von Jan Löhmannsröben (35).

"Wir kassieren drei der vier Tore nach Ballverlust-Situationen am gegnerischen Strafraum beziehungsweise in der Spieleröffnung. Das war eine völlig kopflose Leistung. Das Ergebnis hätte am Ende noch höher ausfallen können, weil wir sehr naiv, kopflos, respektlos in eine Vielzahl an Konter reinlaufen", ärgerte sich Trainer Duda: "Ein unerträgliches Ergebnis, eine unerträgliche Leistung."

Chemnitzer FC 0:4 gegen Greifswald! CFC kassiert dritte Heimpleite und Pfiffe von den Fans

"Die Sinne sind geschärft", hatte der Fußball-Lehrer nach den drei Gegentoren beim Aufsteiger Tasmania Berlin erklärt. Dort hatte der CFC eine Woche zuvor Glück. Der Gegner traf in der Schlussminute das Aluminium. Der Tabellenzweite siegte 4:3.

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Warnschuss nicht gecheckt

CFC-Trainer Benjamin Duda ging nach dem Spiel mit seinen Männern hart ins Gericht.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Greifswalder verteidigten und konterten von der ersten bis zur letzten Minten stark. Sie erspielten sich mit einfachem One-Touch-Fußball zahlreiche Topchancen, von denen sie vor und nach der Pause jeweils zwei nutzten.   

Nicht erst die 0:4-Klatsche offenbart: Chemnitz hat die Defensivstärke verloren. Seit fünf Spieltagen steht hinten nicht mehr die Null. In den vergangenen drei Partien musste Schlussmann David Richter neunmal (!) hinter sich greifen.

"Den Warnschuss der Vorwoche hat meine Mannschaft nicht ganz richtig gecheckt und eingeordnet", meinte Duda: "Wir werden diese Niederlage in aller Deutlichkeit aufarbeiten."

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Dennoch steht der CFC nach 16 Spieltagen auf Platz zwei. Ob es für einen Angriff auf den souveränen Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt, der vier Punkte Vorsprung hat, reicht, werden die letzten Spiele vor der zweimonatigen Winterpause zeigen.

Nach dem Pokalkampf beim FC Eilenburg warten in Luckenwalde, beim BFC Preussen und in Zwickau drei schwere Auswärtsaufgaben. Daheim geht es zum Rückrunden-Auftakt am 27. November gegen Hertha BSC II.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 16 48:19 37
2 Chemnitzer FC 16 34:16 33
3 BFC Dynamo 16 25:13 32
4 Hallescher FC 16 25:14 31
5 VSG Altglienicke 16 32:20 30
6 FC Carl Zeiss Jena 16 24:14 27
7 FC Erzgebirge Aue 15 24:18 27
8 Greifswalder FC 16 33:24 26
9 1. FC Lokomotive Leipzig 15 30:28 21
10 1. FC Magdeburg II 15 28:29 20
11 FSV Zwickau 15 17:25 19
12 SV Babelsberg 03 16 16:28 16
13 BFC Preussen 16 20:23 15
14 BSG Chemie Leipzig 16 18:25 14
15 Hertha BSC II 15 11:26 11
16 Tasmania Berlin 16 24:48 11
17 RSV Eintracht 1949 15 15:34 9
18 FSV 63 Luckenwalde 16 17:37 8

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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