Trauriges Derby-Ende: Kollabierter CFC-Fan in Klinik gestorben

Chemnitz - Was für ein traurig-tragisches Ende des Regionalliga-Derbys zwischen dem Chemnitzer FC und dem FC Erzgebirge Aue (3:1): Der Zuschauer, der am Samstag im Stadion an der Gellertstraße kollabiert war, ist am Sonntag verstorben. Das gab der CFC soeben in einer Pressemitteilung bekannt.

Ein medizinischer Notfall überschattete das Derby kurz nach Spielende. Ärzte und Sanitäter leisteten sofort erste Hilfe. Fans sorgen mit ihren Fahnen für Sichtschutz.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Uns erreichte die traurige Nachricht, dass der CFC-Fan verstorben ist. Der Chemnitzer FC ist zutiefst betroffen vom Tod seines Anhängers und möchte sein aufrichtiges und tiefes Mitgefühl sowie Beileid bekunden", teilten die Himmelblauen mit.

Den Einsatzkräften im Stadion gelang es, den Mann nach mehreren Minuten der Reanimation wieder zu stabilisieren und Vitalzeichen herzustellen.

Nachdem er transportfähig war, wurde er zur weiteren medizinischen Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Dort verstarb er am Sonntag.

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CFC-Geschäftsführer Tommy Haeder (35) betonte: "Wir möchten uns bei allen Beteiligten und Helferinnen und Helfern ganz herzlich bedanken, die geistesgegenwärtig die medizinische Versorgung eingeleitet und damit die Reanimation überhaupt erst ermöglicht haben. Unser Dank gilt ebenso allen Zuschauerinnen und Zuschauern, beiden Fanlagern und den Mannschaften für den respektvollen Umgang mit dieser emotionalen Situation unmittelbar nach Spielende."

Haeder weiter: "Die Reaktionen im Stadion haben gestern einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie schnell ein sportliches Ergebnis in den Hintergrund treten kann, wenn ein Mensch um sein Leben kämpft. Umso bestürzter sind wir heute über die Nachricht, dass unser Anhänger den Kampf verloren hat. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden."

Der medizinische Notfall hatte sich kurz nach dem Schlusspfiff ereignet. Sofort wurde es auf den Rängen still. Das gesamte Stadion - das Derby war mit 13.100 Zuschauern fast ausverkauft - war sich der Ernsthaftigkeit der Situation bewusst. Auch beide Trainer widmeten auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ihre Worte dem tragischen Zwischenfall.

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CFC bedankt sich für respektvolles Verhalten der Aue-Fans

Die Blicke der CFC-Spieler gehen zur Tribüne auf der Gegengerade. Dort kollabierte am Samstag ein Zuschauer.  © Picture Point/Gabor Krieg

CFC-Trainer Benjamin Duda (38) erklärte, er drücke "der Person, die kurz vor Schluss reanimiert werden musste, beide Daumen und spreche ein Gebet, dass das gut ausgeht." Aues Chefcoach Khvicha Shubitidze (51) sagte: "Spätestens nach diesem Vorfall sieht man, dass Fußball nicht das Wichtigste ist. Gute Besserung von uns allen."

Der siegreiche CFC hatte am Samstag über seine sozialen Medien erklärt: "Einmal mehr ist klar: Es gibt wichtigeres als den Fußball. Aus Rücksicht auf die Situation verzichten wir am heutigen Abend auf Jubelfotos und eine ausführliche Berichterstattung zum Spiel. Unsere Gedanken sind bei dem betroffenen Zuschauer und seinen Angehörigen. Wir wünschen von Herzen gute Besserung und alles erdenklich Gute."

Der CFC bedankte sich am Sonntag in seiner Pressemitteilung ausdrücklich bei den Gästen vom FC Erzgebirge Aue "für das respektvolle Verhalten sowohl während der Schweigeminute vor dem Anpfiff für die verstorbene Chemnitzer Fußballlegende Peter Müller als auch angesichts des medizinischen Notfalls auf der Tribüne."

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Aufgrund der emotionalen und unübersichtlichen Situation unmittelbar nach Spielende sei eine schnelle Kommunikation mit den Verantwortlichen des FC Erzgebirge Aue seitens des CFC zunächst nicht gegeben gewesen.

"Entsprechend erreichte die Gäste die Information über den medizinischen Notfall erst mit Verzögerung. Als das Ausmaß der Situation bekannt wurde, beendete die Mannschaft des FC Erzgebirge Aue ihren obligatorischen Dank an die eigene Fankurve und der Capo der Gästefans bat den Block um Einhalt."

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