Zwei Dinge haben CFC-Trainer Duda beim Sieg in Radebeul genervt
Chemnitz - Dreimal in Folge in der Startelf - das hat Allrounder Johannes Pistol (24) vom Chemnitzer FC lange nicht erlebt. Noch erfreulicher: Alle drei Spiele endeten mit klaren Siegen für die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda (38).
"Wir wollten früh in Führung gehen. Das ist uns gelungen. Nach dem 3:0 kam bisschen der Schlendrian rein, haben wir das Ergebnis verwaltet. Wir sind eine Runde weiter. Das zählt", sagte "Piste" nach dem 4:1-Sieg am Sonntag im Landespokal beim Radebeuler BC (7. Liga).
Wie bereits eine Woche zuvor im Punktspiel beim Regionalliga-Aufsteiger Eintracht Stahnsdorf (4:0) stand nach einer halben Stunde schon ein 3:0 für die Chemnitzer auf der Anzeigetafel.
Die Atmosphäre im Radebeuler Weinbergstadion war gut. Unter den 1560 Zuschauern waren 600 aus Chemnitz.
"Es ist immer etwas anderes, wenn die Fans so nah am Spielfeld dran stehen. Bei einem knappen Spielstand hätte das durchaus eklig werden können. Mit dem frühen 3:0 war schnell Ruhe drin", meinte Pistol.
Mit dem ungewohnten Geläuf kam die Duda-Elf sehr gut zurecht. "Das war eher wie ein Hockey-Kunstrasen. Das hat das Fußballspielen eher erschwert", gestand Pistol.
CFC-Coach Benjamin Duda war "der Spielvortrag zu langweilig"
Chefcoach Duda ärgerte sich über zwei Dinge. "Das Gegentor hat mich genervt. Ab der 72. Minute, als wir mit einem Mann mehr auf dem Platz standen, war mir der Spielvortrag zu langweilig. Der innere Antrieb der Mannschaft, auf das nächste Tor zu gehen, war nicht dauerhaft erkennbar."
Die Gastgeber hatten bereits fünfmal gewechselt. In der 72. Minute schied ein Spieler verletzt aus. Radebeul wehrte sich aber auch in Unterzahl tapfer.
Der Treffer zum 4:1-Endstand fiel erst in der 88. Minute durch den Distanzschuss des kurz zuvor eingewechselte Samuel Biven. Das erste Pflichtspieltor für den US-Amerikaner in dieser Saison.
Für Pistol & Co. geht’s nach einem freien Montag ab Dienstag in die Vorbereitung auf das Topspiel am Sonntag gegen Regionalliga-Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt. Für das Heimspiel hat der CFC bereits 9000 Tickets verkauft.
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

