Dreier- oder Viererkette? Ein oder zwei Mittelstürmer? Das sagt Eintracht-Coach Hütter zur Systemfrage

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Von Maximilian Wendl

Frankfurt - Was tun bei Eintracht Frankfurt? Sollte Trainer Adi Hütter (56) vor dem Auswärtsspiel in der Fußball-Bundesliga bei RB Leipzig am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) für mehr defensive Stabilität von einer Vierer- auf eine Dreierkette umstellen? Oder muss er vor allem die Probleme nach der Pause in den Griff bekommen? Viermal führten die Hessen bislang zur Halbzeit, nur einmal brachten sie den Vorsprung ins Ziel.

Plant Adi Hütter (56) am Samstagabend gegen RB Leipzig eine Systemumstellung? Der Österreicher ließ sich bei der Pressekonferenz vor dem Spiel nicht in die Karten schauen.
Plant Adi Hütter (56) am Samstagabend gegen RB Leipzig eine Systemumstellung? Der Österreicher ließ sich bei der Pressekonferenz vor dem Spiel nicht in die Karten schauen.  © Florian Wiegandt/dpa

Vor dem ersten Spiel nach der Länderspielpause stellte Hütter klar: "Ich werde die Viererkette nicht an die Wand schmeißen, im Gegenteil: Bei einer Dreierkette würde es jemand im Sturm treffen."

Eine Umstellung könnte also zulasten von Jonathan Burkardt (26) oder Younes Ebnoutalib (23) gehen. Beide gehörten zu den Profis, die sich zuletzt im XXL-Aufgebot von Bundestrainer Jürgen Klopp (59) zeigen durften. Doch keiner der beiden konnte im Trikot der Nationalmannschaft einen Scorerpunkt verbuchen. 

Bei der Eintracht kommt Burkardt dagegen schon auf sechs Pflichtspieltreffer, sein Mannschaftskollege auf fünf. "Als Clubtrainer kann ich mich glücklich schätzen, zwei Stürmer zu haben, die nicht nur mit Toren einen guten Start hingelegt haben, sondern auch sehr gut zusammenpassen", meinte Hütter.

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Der 56-Jährige ließ jedoch offen, ob das Duo in Leipzig gemeinsam auflaufen wird.

Jonathan Burkardt (26, l.) und Younes Ebnoutalib (23) erzielten gemeinsam in dieser Saison bereits elf Pflichtspieltore.
Jonathan Burkardt (26, l.) und Younes Ebnoutalib (23) erzielten gemeinsam in dieser Saison bereits elf Pflichtspieltore.  © Florian Wiegandt/dpa

Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit: Versucht es Hütter jetzt mit kurioser Neururer-Methode?

Kulttrainer und Bundesliga-Urgestein Peter Neururer (71) hat so seine ganz eigene Methode, wenn es in der zweiten Halbzeit nicht läuft.
Kulttrainer und Bundesliga-Urgestein Peter Neururer (71) hat so seine ganz eigene Methode, wenn es in der zweiten Halbzeit nicht läuft.  © David Inderlied/dpa

Hoffnung schöpft der Coach aus der Auswärtsbilanz. Nach dem 3:3 bei Union Berlin zum Auftakt gewannen die Frankfurter mit 3:1 bei Mainz 05. "Wir müssen mutig sein, gut verteidigen, viel laufen und immer hellwach sein - speziell, was die zweite Halbzeit betrifft", sagte Hütter. 

Mit seinem Trainerteam sucht er nach Erklärungen für die wiederkehrenden Probleme nach Wiederbeginn. Es seien meist individuelle Geschichten, sagte Hütter und sprach von Unkonzentriertheiten.

Der langjährige Bundesliga-Coach Peter Neururer (71) hatte kürzlich von einer ungewöhnlichen Maßnahme berichtet: Wegen ähnlicher Probleme habe er seine Mannschaft einmal gar nicht mehr in die Kabine geholt, sondern auf dem Platz gelassen. "Das habe ich als sehr, sehr lustig empfunden", sagte Hütter über die Neururer-Anekdote.

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Zum Personal: Stürmer Malik Pimpong (18) fällt wegen leichter Beschwerden aus, ebenso der erkrankte Innenverteidiger Jeremiaha Maluze (21). Can Uzun (20) ist dagegen gesund von der türkischen Nationalmannschaft zurückgekehrt und konnte normal mittrainieren.

Titelfoto: Florian Wiegandt/dpa

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