Kein Eintracht-Knall: Krösche bleibt Sportvorstand - vorerst!

Von Eric Dobias

Frankfurt am Main - Der große Knall ist ausgeblieben. Markus Krösche (45) erfüllt vorerst weiter seinen Job als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt - und das "mit voller Überzeugung", wie der 45-Jährige nach der Aufsichtsratssitzung des Fußball-Bundesligisten bekräftigte.

Aufsichtsratschef Mathias Beck (55, r.) steht vorerst hinter Sportvorstand Markus Krösche (45).  © Montage: Andreas Arnold/dpa, Arne Dedert/dpa

In den Tagen zuvor war viel über eine mögliche Blitztrennung zwischen Krösche und der Eintracht spekuliert worden. Dazu kam es nicht. Was aber nicht überraschte.

Schließlich befasste sich das Frankfurter Führungsgremium bei dem Treffen am Mittwochnachmittag nicht explizit mit der Personalie Krösche.

Schwerpunkte des Treffens waren vielmehr die aktuelle sportliche und wirtschaftliche Situation des Vereins sowie die Entscheidungen der zurückliegenden Transferphase, die laut Aufsichtsratschef Mathias Beck (55) "ausführlich und konstruktiv" erörtert wurden.

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"Unser Fokus richtete sich in den letzten Wochen darauf, die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison zu schaffen. Das ist der sportlichen Führung gelungen", befand Beck. Es bestehe "Einigkeit darüber, dass wir die vor uns liegenden Aufgaben weiter mit großer Geschlossenheit angehen wollen." Punkt für Krösche.

Was nicht heißen muss, dass nun Ruhe einkehrt am Frankfurter Stadtwald. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll es in den kommenden Tagen und Wochen weitere Gespräche über die Zukunft von Krösche geben, dessen Vertrag bei der Eintracht noch bis zum 30. Juni 2028 gültig ist.

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Finanzielle Entlastung beeindruckt den Aufsichtsrat

So gut wie bei der Einstellung von Neu-Trainer Adi Hütter (56, r.) soll das Verhältnis zwischen eben jenem und Markus Krösche nicht mehr sein.  © Andreas Arnold/dpa

Die Magie des einst gefeierten und von mehreren Spitzenvereinen umworbenen Top-Managers ist verflogen. Ob die lautstarke Kritik an Krösche demnächst leiser wird, hängt vor allem von den sportlichen Ergebnissen der Mannschaft ab.

Nicht wenige werfen Krösche vor, dass es ihm nicht gelungen sei, einen Kader für diese Saison zusammenzustellen, der höheren Ansprüchen genügt. 

Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff ist die Personaldecke dünn, weil die nötigen Verstärkungen ausblieben.

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Die angestrebte Rückkehr nach Europa dürfte nur schwer zu realisieren sein. Und mit Trainer Adi Hütter (56) funkt der Sportvorstand auch nicht gerade auf einer Welle. Das Verhältnis gilt als belastet.

Immerhin hat es Krösche geschafft, den aufgeblähten Kader zu verschlanken und für den notwendigen Transferüberschuss zu sorgen. Damit hat Krösche den Aufsichtsrat beeindruckt - und sich selbst ein wenig Luft verschafft. Wie lange Krösche noch hinter seinem Schreibtisch bei der Eintracht sitzt, ist dennoch weiter offen.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 1 5:1 3
2 SC Freiburg 1 4:1 3
3 FC Augsburg 1 3:0 3
3 RB Leipzig 1 3:0 3
5 Borussia Dortmund 1 2:0 3
6 1. FC Köln 1 3:2 3
6 SV 07 Elversberg 1 3:2 3
8 1. FC Union Berlin 1 3:3 1
8 Eintracht Frankfurt 1 3:3 1
10 1. FSV Mainz 05 1 0:0 1
10 SC Paderborn 07 1 0:0 1
12 Bayer 04 Leverkusen 1 2:3 0
12 TSG 1899 Hoffenheim 1 2:3 0
14 Hamburger SV 1 0:2 0
15 SV Werder Bremen 1 1:4 0
16 Borussia Mönchengladbach 1 0:3 0
16 FC Schalke 04 1 0:3 0
18 VfB Stuttgart 1 1:5 0

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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