Nach Holperstart: Jetzt plant Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt große System-Umstellung

Frankfurt am Main - Nach wie vor kassiert Eintracht Frankfurt zu viele Gegentore - zehn in den ersten vier Spielen der Bundesliga. Zur Stabilisierung soll Trainer Adi Hütter (56) jetzt eine konstante Systemumstellung planen.

Nach zehn Gegentoren in vier Spielen plant Adi Hütter (56) jetzt bei Eintracht Frankfurt eine System-Umstellung.  © Florian Wiegand/dpa

So würden die Adlerträger jetzt in der Regel nicht mehr mit einer Viererkette, sondern mit der defensiveren Dreierkette auflaufen. Laut "Bild.de" sei dies bereits eine beschlossene Sache.

Und die bisherige Saison gibt Hütter eindeutig recht. Beim 3:3 bei Union Berlin und bei der 1:4-Heimniederlage gegen den FC Augsburg ließ Hütter Viererkette mit Elias Baum (20) und Keita Kosugi (20) auf den Außen sowie Robin Koch (30) und Jeremiah Maluze (21) beziehungsweise Lilian Brassier (26) in der Innenverteidigung spielen und die SGE kassierte sieben Buden.

Beim 3:1 bei Mainz 05 lief's dann wesentlich besser - mit Brassier, Koch und Maluze als Dreierkette.

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Dass Hütter dann beim 2:2 gegen den SC Freiburg wieder mit der alten Taktik auflaufen ließ, hatte verletzungsbedingte Gründe: Maluze fiel mit Oberschenkelverletzung aus, bei Nnamdi Collins (22) reichte es nach langwierigen Rückenproblemen noch nicht für 90 Minuten.

Als dieser dann aber in der 61. Minute eingewechselt wurde, stellte Hütter auf Dreierkette um und gleich stand die Defensive besser.

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Neben Neuzugang Lilian Brassier (26, l.) setzt Hütter auf Robin Koch als feste Größe. Daneben könnten Jeremiah Maluze (21) oder Nnamdi Collins (22) verteidigen.  © Torsten Silz/dpa

Opfert Adi Hütter jetzt einen seiner beiden Nationalstürmer?

Ein weiterer Innenverteidiger bedeutet nicht zwangsläufig, dass einer der beiden Mittelstürmer Jonathan Burkardt (26, l.) und Younes Ebnoutalib (23) weichen müsste.  © Florian Wiegand/dpa

Die Dreierkette soll nun auch erst einmal bleiben, zumal mit Koch, Brassier, Maluze, Collins und dem noch nicht ganz so weiten Otávio (20) geeignetes Personal zur Verfügung steht.

Stellt sich die Frage, ob der Coach für den zusätzlichen Innenverteidiger mit Jonathan Burkardt (26) oder Younes Ebnoutalib (23) einen seiner beiden Nationalstürmer opfert.

Das gilt als eher unwahrscheinlich. Schon in seinem ersten Jahr bei Eintracht Frankfurt in der Saison 2018/19 mit der berühmten Büffelherde setzte der Österreicher zumeist auf Dreierkette, zwei Mittelstürmer und einen offensiven Mittelfeldspieler.

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Letztere Position könnte jetzt Can Uzun (20) einnehmen, oder Ritsu Doan (28). Wobei der auch auf der rechten Schiene spielen könnte - als offensivere Alternative zu Baum. Verwendung für ihn wird Hütter - der den technisch starken Japaner sehr schätzt - sicherlich finden.

Zumal sich Hütter auch in Zeiten der Büffelherde taktisch flexibel zeigte, auch mal mit hängender Spitze oder zwei offensiven Mittelfeldspielern und nur einem Mittelstürmer angreifen ließ. Gesetzt dürfte im nächsten Spiel bei RB Leipzig (10. Oktober, 18.30 Uhr) wohl nur die Dreierkette sein.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 Borussia Dortmund 4 9:2 12
2 FC Bayern München 4 14:2 10
3 SC Freiburg 4 12:3 10
4 FC Augsburg 4 11:6 7
5 Bayer 04 Leverkusen 4 10:5 7
6 1. FSV Mainz 05 4 10:6 7
7 SV 07 Elversberg 4 8:7 7
8 SV Werder Bremen 4 8:8 7
9 RB Leipzig 4 9:5 6
10 Eintracht Frankfurt 4 9:10 5
11 FC Schalke 04 4 3:4 5
12 SC Paderborn 07 4 3:5 4
13 1. FC Köln 4 6:9 4
14 TSG 1899 Hoffenheim 4 7:10 3
15 VfB Stuttgart 4 6:9 3
16 Hamburger SV 4 2:13 3
17 1. FC Union Berlin 4 4:17 1
18 Borussia Mönchengladbach 4 6:16 0

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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