Augen und Ohren zu! Cottbus' Cigerci erklärt Jubel-Pose
Cottbus - Kann Tolcay Cigerci (31) am Sonntag seinen fünften Torerfolg im fünften Ligaspiel für Energie Cottbus feiern? Vor der schweren Auswärtspartie beim Karlsruher SC (13.30 Uhr) erklärt der Zauberfuß seine Jubel-Pose.
Es war das 3:3 in Wolfsburg, Iceman Cigerci verwandelte den Elfmeter zum umjubelten Ausgleich. Anschließend steckte er demonstrativ die Finger in die Ohren, ehe er das Bad der Menge vor dem rappelvollen Gästeblock so richtig genießen konnte.
Doch was hat es mit der Geste auf sich? TAG24 hakte vor der kommenden Aufgabe nach: "Generell, dass man bei sich bleiben und von außen nicht zu viel zulassen sollte. Das haben auch schon andere Profis gemacht und hat mir gefallen", so Cigerci.
War der Jubel ein Hinweis darauf, dass Cigerci eher schwer in die Saison gekommen und kritische Stimmen laut geworden waren?
Am ersten Spieltag gegen Hannover hatte der Zehner doppelt genetzt, ein abgefälschter Freistoß und ein Elfmeter. Doch an sein Leistungsmaximum kam Energies Topspieler genauso wenig ran wie im folgenden Auswärtsspiel gegen Bielefeld.
Der offensichtlichste Grund? Cigerci hatte große Teile der Vorbereitung aufgrund der Nachwirkungen seiner entzündeten Fußsohle verpasst und war noch nicht in Vollbesitz seiner Kräfte.
Tolcay Cigerci nähert sich wieder seiner Topform an
Trainer Pele Wollitz (61) änderte den Matchplan, brachte Cigerci zweimal von der Bank - eine neue Rolle für den bis dato unverzichtbaren Freigeist.
"Man muss es akzeptieren, man nimmt es an, es wird auch kommuniziert. Von daher gibt man einfach Gas. Ich glaube, wichtig ist, dass man einfach weitermacht, dranbleibt und 100 Prozent auf dem Platz gibt", so Cigerci.
Gegen Wolfsburg war Cigerci back on track! Energies Zehner feuerte vier Torschüsse ab, lieferte fünf Torschussvorlagen, auch das 1:3 wurde ihm als Assist gutgeschrieben. Außerdem spulte er die meisten Kilometer (11,38) aller Akteure ab.
Der Kicker berief ihn in die Elf des Tages, nachdem Wollitz den Deutsch-Türken wieder in die Startelf beordert hatte.
"Ich glaube, es ist normal, dass man sich durch die Spielpraxis nach drei, vier Spieltagen besser fühlt und mehr in den Tritt kommt", erklärt Cigerci.
Seinen Mitspielern gibt er vor der nächsten Aufgabe beim KSC mit: "Wir müssen die einfachen Fehler abstellen. Gut wäre es, wenn wir zu null spielen können. Und dann musst du ein Tor mehr machen als der Gegner."
Titelfoto: Michael Matthey/dpa

