Cottbus macht die Schotten dicht! Harte Bandagen gegen St. Pauli

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Cottbus - Dieses Duell gab es zuletzt vor zwölf Jahren - trotz dessen oder gerade deswegen herrscht am Sonntag (Anstoß: 13.30 Uhr) größte Wachsamkeit, wenn Energie Cottbus und der FC St. Pauli aufeinander treffen.

Am Sonntag wird in Cottbus reichlich Polizei und Ordnungspersonal vonnöten sein. (Archivfoto)
Am Sonntag wird in Cottbus reichlich Polizei und Ordnungspersonal vonnöten sein. (Archivfoto)  © IMAGO / Andy Bünning

Die Partie ist als Hochrisikospiel kategorisiert, rund 2000 Fans aus Hamburg reisen an - ob wirklich Alarmstufe rot notwendig ist, wird sich zeigen.

Klar ist im Vorfeld: Cottbus macht die Schotten dicht!

Der Stadtring, eine Hauptverkehrsader, ist ab Sonntagnachmittag um 9 Uhr gesperrt. Zugang zum LEAG Energie Stadion haben nur auf heim- wie gästeseitig nur Fans mit personalisierten Tickets.

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18.500 Karten waren am Freitag weg, Resttickets für die Ecken des Heimbereichs gibt es an den Tageskassen ab 11.30 Uhr, aber nur unter Vorlage eines Personalausweises.

Doch das ist nicht alles: Es ist mit ein Großaufgebot der Polizei zu rechnen, auf TAG24-Anfrage will Polizei-Sprecher Sascha Erler (Polizeidirektion Brandenburg Süd) aus "einsatztaktischen Gründen" keine weiteren Details verraten.

Energie Cottbus gegen FC St. Pauli: Strikte Fantrennung, kein Vollbier, Glasflaschenverbot

Glasflaschen (u.l.) sind im Stadionumfeld, wie auch auf dem Stadionvorplatz, am Sonntag untersagt. (Archivfoto)
Glasflaschen (u.l.) sind im Stadionumfeld, wie auch auf dem Stadionvorplatz, am Sonntag untersagt. (Archivfoto)  © TAG24/Lukas Schulze

Nur so viel dringt durch: "Wir haben natürlich im Vorfeld eine Analyse gemacht und uns entsprechend aufgestellt. Credo ist die Fantrennung, sowohl am Stadion als auch im Umfeld, von daher haben wir und die Bundespolizei natürlich auch die An- und Abreise der jeweiligen Fans im Blick."

Das bedeutet übersetzt, dass die Gästefans, die größtenteils in Bussen anreisen sollen, spätestens ab Brandenburg patrouilliert werden dürften.

Zwei weitere strikte Maßnahmen lauten: Im Gästebereich wird kein Alkohol ausgeschenkt, im Rest des Stadions gibt es lediglich Radler. Darüber hinaus wurde ein striktes Glasflaschenverbot verhängt, das auch für den Hajo-Prinz-Platz gilt, auf dem sich vor dem Spiel die Energie-Fans sammeln.

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Gerade letztere Anordnung hat historische Beweggründe: In den späten Neunzigern und Zweitausendern gab es zigfach Krawalle bei den Aufeinandertreffen der verhassten Fanszenen.

Augenzeugenberichten zufolge flogen seinerzeit sowohl in Cottbus als auch in Hamburg häufig genug Gegenstände wie beispielsweise Glasflaschen - nicht nur einmal sollen Scheiben zu Bruch gegangen sein.

Das erklärt auch die harten Bandagen rund um das Spiel. Noch einmal soll es bei aller Rivalität am Sonntag nicht dazu kommen, stattdessen der Fußball im Mittelpunkt stehen.

Titelfoto: IMAGO / Andy Bünning

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