Fetter FCE-Frust in Darmstadt: Noch auf dem Platz geigt sich Cottbus die Meinung

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Darmstadt - Fetter Frust bei Energie Cottbus! Beim 1:3 (1:1) am Böllenfalltor schlagen die Lausitzer das anfängliche Sieg-Geschenk des SV Darmstadt aus.

Dominik Pelivan und Energie Cottbus schmeißen am Böllenfalltor den Sieg weg.
Dominik Pelivan und Energie Cottbus schmeißen am Böllenfalltor den Sieg weg.  © Florian Wiegand/dpa

Nach vier Minuten patzt Abwehrhüne Aleksandar Vukotic, Justin Butler nimmt die Einladung an. Das angeschlagene Tabellenschlusslicht schwimmt, geht aber nicht unter, weil es Cottbus am Leben lässt.

Bis Minute 35 stehen alle Zeichen auf Sieg, ehe Cottbus vor der Pause Führung und Spielkontrolle herschenkt und im zweiten Durchgang die Partie völlig abgibt - ein Wechselbad der Gefühle und des Wetters.

Energies Akteure sind nach Abpfiff sauer auf sich selbst. Noch auf dem Platz geigt Pele Wollitz seinen Spielern im Kreis lautstark die Meinung. Der Trainer muss sich später im TV-Interview zügeln, nicht seinen kompletten Missmut rauszulassen.

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Auf der Pressekonferenz antwortet er auf eine Nachfrage zur Verletzung von Kapitän Axel Borgmann lakonisch: "Ich bin ehrlich, nach dem Spiel nicht gefragt, da war mein Frust zu groß, um mich zu erkundigen."

Der Matchplan zerflossen: Mit einsetzendem Regen läuft es bei Cottbus immer schlechter.
Der Matchplan zerflossen: Mit einsetzendem Regen läuft es bei Cottbus immer schlechter.  © Florian Wiegand/dpa

Energie Cottbus verliert seinen Kapitän und daraufhin endgültig das Spiel

Kapitän Axel Borgmann (l.) muss zu Beginn der zweiten Hälfte verletzt raus, ab da kippt das Spiel gänzlich.
Kapitän Axel Borgmann (l.) muss zu Beginn der zweiten Hälfte verletzt raus, ab da kippt das Spiel gänzlich.  © Florian Wiegand/dpa

Während bei Borgmann die Diagnose noch offen ist, hätte ein Sieg den Zustand des angeschlagenen Tabellenschlusslichts deutlich verschlechtert.

Stattdessen entledigen sich die Lilien der Roten Laterne, weil Cottbus laut FCE-Torschütze Butler im Laufe des Spiels "nachlässig" wurde.

Nach dem Ausfall von Borgmann in Minute 55 bricht Energie völlig ein, lässt die Intensität gegen und Freude mit dem Ball vermissen. Stattdessen wittert Darmstadt Lunte und zeigt ab Mitte der zweiten Hälfte klar, "wer Herr auf dem Platz ist", so SVD-Torschütze Noah Weißhaupt.

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Wollitz grummelig: "Ich glaube, es war mehr möglich, wenn wir vorher vielleicht das 2:0 machen, wenn man sich so viele gute Situationen erspielt. Aber wenn man das nicht verwerten kann, dann darf man hinten nicht die Fehler machen."

Und davon macht Energie einige, verliert völlig den Faden, kommt in den Zweikämpfern immer zu spät. Vukotic macht seinen Fehler wieder gut (77.), Joker Yannik Lührs besorgt den Rest (88.), Energie reist ohne Punkte 600 Kilometer nach Hause.

Kleiner Trost: Weit nach Abpfiff scheint die Sonne wieder und die gut 1500 mitgereisten Fans feiern ihr Team trotz Schlappe frenetisch.

Titelfoto: Bildmontage: Florian Wiegand/dpa (2)

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