Phantom-Diskussion in Cottbus? Wollitz wischt Führungs-Thema vom Tisch!

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Cottbus - In dieser Statistik ist Cottbus Tabellenführer der 2. Liga - im negativen Sinne! Energie schenkt neben Dynamo Dresden die meisten Punkte nach Führung her, nach acht Spielen zehn an der Zahl. Doch die Diskussionen um die verspielten Führungen wischt jetzt Pele Wollitz (61) vom Tisch!

Für Pele Wollitz (61) ist die Führungs-Diskussion eine Frage der Erwartungshaltung.
Für Pele Wollitz (61) ist die Führungs-Diskussion eine Frage der Erwartungshaltung.  © Frank Hammerschmidt/dpa

"Ich glaube, wenn man sich richtig einschätzt und richtig einordnet, dann dürfte das aus meiner Sicht kein Thema sein. Zumal wir das mehr als gut moderieren", so Energies Trainer nach Nürnberg.

Leidet Cottbus unter einer Phantom-Diskussion? Fakt ist, dass Energie es nicht schafft, über 90 Minuten seinen Stiefel durchzuziehen oder das zweite Tor nachzulegen. Aber darf man das von einem Aufsteiger erwarten?

Wollitz verweist auf die Unerfahrenheit seiner Truppe. Für viele Spieler ist es das erste Jahr 2. Bundesliga, für den Verein die erste Zweitliga-Saison nach zwölf Jahren. "Das ist eine Sache, wo man sich entwickeln kann, entwickeln wird, gehe ich von aus", so der Trainer.

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Stürmer Justin Butler (25), der trotz Tor-Lauf einige Gelegenheiten auslässt, meinte zu TAG24 vor Nürnberg: "Das ist schon sehr Thema. Wir müssen das einfach früher ziehen, die Chancen nutzen, das Spiel killen."

Allerdings: Gegen Nürnberg ließ er zu Beginn einen Hochkaräter liegen, erzielte später die Führung und das vermeintliche 2:0, das wegen Abseits von Flankengeber Henry Rorig (26) zu Recht einkassiert wurde.

Wollitz Klartext dazu: "Da sind wir einfach zu gierig."

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Cottbus und Justin Butler (25, r.) rissen gegen Nürnberg eine läuferische Top-Leistung ab.
Cottbus und Justin Butler (25, r.) rissen gegen Nürnberg eine läuferische Top-Leistung ab.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Im Fall Rorig lief dieser zu früh los, obwohl das "Passfenster" sehr lange und sperrangelweit offenstand. Energie muss bei allem Ehrgeiz geduldig bleiben.

Auch in einer anderen Sache sieht Wollitz Luft nach oben: "Wenn wir weiterhin hier diese Abende haben wollen oder diese Nachmittage - weiter draufpacken."

Gegen Nürnberg setzte sein Team dies um, riss 121,83 Kilometer und damit fünf mehr als der Kontrahent ab. Es war die läuferische Saison-Bestleistung des Aufsteigers, die mit einem Punkt belohnt wurde.

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Für Wollitz viel entscheidender: "Treten wir als Mannschaft auf? Hätten wir letzte Woche [in Darmstadt; Anm. d. Red.] als Mannschaft aufgetreten, hätte Energie Cottbus das Spiel gewonnen. Ich finde, dass wir letzte Woche nicht als Mannschaft aufgetreten sind. Wenn wir als Mannschaft auftreten, haben wir Argumente, mit dem Ball sowieso. Sehr viele Argumente."

Auch Gäste-Coach Miroslav Klose (48) bescheinigte den Hausherren, auf einem "richtig guten Weg" zu sein.

Solange sich Energie Chancen erspielt und noch mehr Sprints zieht, braucht einem um den Aufsteiger nicht bange zu werden.

Titelfoto: Frank Hammerschmidt/dpa

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