Vertrauenskarte und Positions-Kniff: So wird Butler Cottbus' neuer Shootingstar!

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Cottbus - Vom Rotationsspieler zum Shootingstar: Cottbus-Stürmer Justin Butler (25) hat einen Erfolgslauf wie wohl nie zuvor. Bei TAG24 verrät er sein Erfolgsgeheimnis.

Justin Butler (25, r.) stellt in Sachen Effektivität derzeit sogar Tolcay Cigerci (31, l.) in den Schatten.
Justin Butler (25, r.) stellt in Sachen Effektivität derzeit sogar Tolcay Cigerci (31, l.) in den Schatten.  © Florian Wiegand/dpa

"Das Selbstbewusstsein ist da, ich hab das Vertrauen vom Trainer und der Mannschaft und dann ist es mehr oder weniger bei Offensivspielern, vor allem bei Stürmern, ein Selbstläufer", so Butler über seine Form.

Nach sieben Spieltagen steht der bullige Stürmer bei vier Saisontoren, das ist schon jetzt Bestwert seiner Karriere. Ein Grund: Der in Augsburg geborene US-Amerikaner spielt endlich länger als eine Saison bei einem Klub.

Trainer Pele Wollitz (61) erklärt: "Er ist auch noch nie über den Sommer gekommen. Er ist immer dann gewechselt oder wurde aussortiert hin und her. Ich hatte die feste Überzeugung: Wenn man ihn über den Sommer mitnimmt, glaube ich, dass man da was anderes machen kann. Manche Spieler brauchen halt einen längeren Zeitraum, um richtig anzukommen."

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Das Vertrauen zahlte sich aus. Butler kenne jetzt "die Abläufe und Gegebenheiten", strahle eine ungekannte "Überzeugung" aus.

Und trifft. Das Testspiel gegen Polen Meister Posen mitgerechnet das vierte Mal in Folge.

Pele Wollitz sieht in Justin Butler "Bundesliga-Potenzial" und setzt ihn als Mittelstürmer ein

Justin Butler (am Boden) trifft, seine Mitspieler feiern ihn.
Justin Butler (am Boden) trifft, seine Mitspieler feiern ihn.  © Florian Wiegand/dpa

Schon vor einem Jahr schwärmte Wollitz von den Anlagen des Angreifers, überraschte die komplette Öffentlichkeit mit seiner Einschätzung: "Das ist eigentlich ein Bundesliga-Spieler."

Was die wenigsten wissen: Butler ist gelernter Mittelstürmer, spielte auf der Position in der Jugend bei Bayern München. Aber erst als sich FCE-Goalgetter Erik Engelhardt (28) schwer am Knie verletzte, schlug Butlers große Stunde als zentraler Angreifer.

"Ich denke, dass die Position mehr zu meinem Spielstil passt, von der Schnelligkeit, der Wucht, der Größe. Ich fühle mich da ein bisschen wohler als auf dem Flügel", meint der Modellathlet.

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Für Wollitz war die Positionsumstellung zunächst eine taktische Überlegung. Wochen später gibt der Trainer-Fuchs zu: "Vielleicht ist sogar diese Position die beste Position für ihn. Er hat das gut gemacht. Aber ich sage, da ist noch viel mehr möglich."

Justin Butler kommt der Spielstil der 2. Liga entgegen

Der durchtrainierte Angreifer ist auch bei den Energie-Fans gefragter denn je.
Der durchtrainierte Angreifer ist auch bei den Energie-Fans gefragter denn je.  © IMAGO / Kirchner-Media

Das zeigt sich daran, dass Butler nach wechselhaften Leistungen in der 3. Liga plötzlich eine Liga höher beständig liefert. Kommt ihm die Spielklasse entgegen? "Ich denke ja, weil sich da die Räume besser ergeben. Es ist spielerisch besser, man kann sein Tempo ein bisschen mehr ausspielen."

Bestes Beispiel war sein Tor gegen Darmstadt. Wollitz begeistert: "Wenn Arsenal oder Barcelona in Galatasaray spielt und ein Spieler würde den Ball so mitnehmen wie Justin Butler, würde man von Weltklasse reden."

Der Angreifer selbst gibt sich nicht zufrieden, trotz Bude ließ er in Darmstadt zwei weitere Chancen aus: "Wir müssen das einfach früher ziehen, das Spiel killen."

Nächste Gelegenheit gibt es am Freitag (18.30 Uhr) gegen den ungeschlagenen Spitzenclub Nürnberg.

"Wir brauchen die Fans, die uns anfeuern. Wir müssen als Mannschaft geschlossen agieren. Einfach Spaß haben, Fußball zu spielen. Dann können wir uns auch mit den Besten der Liga messen, das haben wir schon gegen Wolfsburg gezeigt. Wir müssen uns vor keinem in der Liga verstecken", so Butler mit breiter Brust.

Titelfoto: Florian Wiegand/dpa

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