Wollitz’ Schachzug geht auf: Transfer-Stopp tut Cottbus gut

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Cottbus - Die beste Antwort sind immer noch Ergebnisse! Vor zwei Wochen brach in Cottbus kurzzeitig der kollektive Notstand aus, weil Energie am Deadline Day keinen Neuen vorstellte. Nach dem fünften Spieltag sind die Forderungen nach Neuzugängen (vorerst) verstummt -  und auch kurzfristig nicht angedacht.

Pele Wollitz und Cottbus Transfer-Stopp ging im ersten Moment richtig auf.
Pele Wollitz und Cottbus Transfer-Stopp ging im ersten Moment richtig auf.  © Uli Deck/dpa

Dies erklärte Energies Trainer-Manager Pele Wollitz (61) auf der Pressekonferenz am Freitag. Und damit vor dem klaren Überraschungs-Erfolg (3:0) in Karlsruhe.

Stattdessen stärkte Wollitz seinem Team den Rücken, in dem er die Transferspiele auf die Länderspielpause vertagte: "Also auf jeden Fall ist das klug, um vielleicht jetzt die Mannschaft nicht zu verunsichern", so Wollitz zum Thema vereinslose Neuzugänge.

Das Signal kam in der Mannschaft deutlich an. Wollitz berichtete, seinem Team nach dem Deadline Day eine andere Lockerheit angemerkt zu haben. Hatte Energie in Wolfsburg Gefallen an der Underdog-Rolle, lösten seine Mannen in Karlsruhe ab Minute eins die Fesseln.

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"Das kann auch damit zusammenhängen, dass jeder jetzt weiß: Erstmal ist kein anderer da", so Wollitz.

Sein Schachzug ging auf, der Trainer-Fuchs sollte mit seiner Prophezeiung voll ins Schwarze treffen. Doch schlägt Energie jetzt überhaupt nochmal auf dem Transfermarkt zu?

Energie Cottbus will keinen Aktionismus bei Transfers

Leon Guwara (30, r.) ist weiter Teil des Teams. Zu einem Vertrag konnte sich Cottbus bisher nicht durchringen.
Leon Guwara (30, r.) ist weiter Teil des Teams. Zu einem Vertrag konnte sich Cottbus bisher nicht durchringen.  © TAG24/Lukas Schulze

Im Fall Leon Guwara (30) zeigt sich Wollitz hin- und hergerissen. Das hängt zum einen mit der Verletzungsakte des routinierten Linksverteidigers zusammen.

Zum anderen schloss Kapitän Axel Borgmann (31) vorerst die Baustelle hinten links, Abgangskandidat Anderson Lucoqui (29), auch ein Linksverteidiger, entschied sich für einen Verbleib.

Wollitz gibt zu bedenken: "Wenn man es jetzt macht, [ist die Frage; d. Red.]: Welche Verfügbarkeit hat der Spieler aufgrund der letzten drei, vier Monate, was hat er gemacht? Ich sage das jetzt mal überspitzt: Welchen Lebenswandel hat er? Ist das jetzt mal wirklich ein Vollprofi?"

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Mit anderen Worten: Wollitz will wenn, dann nur Spieler, die sofort helfen können. "Aktionismus" und Panik-Transfers könnten das "Mannschaftsgefüge, was ja in den letzten Jahren sehr eindrucksvoll war", kaputtmachen.

Aber Energies Sportlicher Leiter lässt eine Hintertür offen: "In der Länderspielpause wäre auf jeden Fall ein Zeitpunkt, wenn du drei Wochen die Möglichkeit hast, sich anders kennenzulernen."

Gut möglich, dass nach dem St. Pauli-Spiel am 20. September ein neues Gesicht auf der Matte steht.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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