"Ballon d'Or"-Debatte: Harry Kane macht Fußball-Legende mit einem Satz mundtot
München - Mit einem Tor und einem Traum-Assist war Harry Kane (33) am Mittwochabend beim Champions-League-Spiel der Bayern gegen den FC Arsenal (2:2) mal wieder der wichtigste Münchner auf dem Platz. Damit sendete der Stürmer ein letztes starkes Signal, bevor am Montag im London Palladium Theatre der Ballon d'Or verliehen wird. Als er nach der Partie mit Gunners-Legende Thierry Henry (49) darüber diskutierte, landete Kane mit einem Satz einen Volltreffer.
Kane gab "CBS" nach dem Königsklassen-Kracher ein Interview. Dabei ging es auch um die bedeutendste individuelle Auszeichnung der Fußballwelt.
"Ich bin Franzose. Ich werde immer zu einem französischen Spieler halten, aber du bist ein verdammt guter Spieler", sagte Arsenal-Rekordtorschütze Henry. Aus Frankreich sind unter anderem Kylian Mbappé (27) und Michael Olise (24) für den Ballon d'Or nominiert.
"Wenn du gewinnst, werde ich nicht sagen: 'Oh mein Gott, er hat gewonnen, das ist nicht fair'", bemerkte der 49-jährige Welt- und Europameister und fügte hinzu: "Aber ich muss nun mal meinen Franzosen die Daumen drücken. So ist das eben."
Kane nahm das gelassen und konterte trocken: "Keine Sorge, ich hab’ vor ein paar Wochen zugeschaut." Daraufhin brach im TV-Studio lautes Gelächter aus. Henry schaute erwischt mit einem Schmunzeln weg.
FC Bayern: Kompany sieht Kane als "Ballon d'Or"-Sieger
Als die "Ballon d'Or"-Nominierten Anfang September bekannt gegeben worden waren, hatte Henry gesagt, dass der beste Spieler in Deutschland nicht Kane, sondern dessen Teamkollege Michael Olise gewesen sei. Olise widersprach Henry danach sogar öffentlich und unterstützte Kane als "Ballon d'Or"-Sieger. Kane machte mit der Bemerkung klar, dass er die Aussagen von Henry nicht vergessen hatte.
"Er ist vom Gefühl her überall", kommentierte Bayern-Trainer Vincent Kompany (40) nach dem Spiel. "Ich glaube, was Harry am meisten gefreut hat in den letzten Jahren, ist, dass er endlich mal diesen Mannschaftstitel gewonnen hat."
Wenn er jetzt noch mit einer individuellen Auszeichnung geehrt werden würde, habe er sich das auch verdient, so wie er für die Mannschaft spiele, meinte der Belgier.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa
