Bayern-Coach Kompany nach Kollaps aus Klinik entlassen: Was ist eine Hirnhautreizung?
München - Bayern-Chefcoach Vincent Kompany (40) darf sich nach seinem Zusammenbruch nun zu Hause weiter erholen. Der Belgier ist laut dem Münchner Sportvorstand Max-Eberl (53) an einer Hirnhautreizung erkrankt.
Das verkündete Eberl am Mittwochabend vor dem DFB-Pokalspiel des FC Bayern gegen Magdeburg am ARD-Mikro.
Eine Hirnhautreizung – in der Medizin auch Meningismus genannt – beschreibt laut dem medizinischen Fachlexikon "DocCheck Flexikon" einen Zustand, bei dem die empfindlichen Häute, die das Gehirn und das Rückenmark umschließen und schützen (die Meningen), durch bestimmte Einflüsse gereizt werden.
Die Hirnhautreizung ist von der Hirnhautentzündung (Meningitis) zu unterscheiden. Beide Krankheiten können allerdings auch parallel zueinander auftreten.
Symptome einer Hirnhautreizung sind unter anderem eine schmerzhafte Nackensteifigkeit, starke Kopfschmerzen und Überempfindlichkeit.
Eine Reizung der Hirnhäute kann durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Faktoren wie eine Virusinfektion, eine starke Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung oder einen schweren Sonnenstich ausgelöst werden.
Kompany plagte vor seinem Zusammenbruch eine Virus-Erkrankung
Meningismus ist keine eigenständige Diagnose, sondern ein klinischer Befund. Deshalb muss eine neu auftretende Hirnhautreizung dringend medizinisch abgeklärt werden.
Kompany war am vergangenen Freitag auf dem Trainingsgelände des FC Bayern plötzlich zusammengebrochen und war in eine Klinik gebracht worden. Zuvor hatte ihn eine Viruserkrankung geplagt.
Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
