Jena - Das Kapitel zwischen Kay Seidemann (25) und dem FC Carl Zeiss Jena ist beendet.
Wie der Fußball-Regionalligist am Freitag mitteilte, wurde der Vertrag mit dem gebürtigen Merseburger vorzeitig aufgelöst. Das Arbeitspapier des 25-Jährigen wäre noch bis zum Saisonende gültig gewesen.
"Kay Seidemann hat unserem FCC signalisiert, dass er bei einem anderen Verein eine Herausforderung annehmen möchte", erklärte der Verein.
Die Trennung zwischen Jena und dem Flügelspieler kommt jedoch nicht von ungefähr. TAG24 kennt die Hintergründe und weiß, dass vor allem in der aktuellen Saison die Einstellung von Seidemann zu seinem Beruf als Fußballprofi ein großes Problem war. Der 25-Jährige fehlte immer wieder mit teils wilden Begründungen beim Training.
Er musste sogar mal von Sportdirektor Miroslav Jovic (54) höchstpersönlich abgeholt werden, um am Mannschaftstraining teilzunehmen. Seidemann selbst wohnt nicht in Jena und reiste sonst immer per Zug nach Jena.
An Spieltagen war es oftmals ähnlich: kurzfristige "Krankmeldungen". Der Verein kommunizierte die Causa Seidemann jedoch nicht großartig und begründete sein Fehlen meist mit einem "Infekt". Zuletzt durfte er nicht mal mit ins Trainingslager in die Türkei, sondern musste bei der U19 trainieren, weil er nicht fit war.
Bereits beim FC Rot-Weiß Erfurt negativ aufgefallen
Bereits als Spieler des FC Rot-Weiß Erfurt war Seidemann bei Cheftrainer Fabian Gerber (46) in Ungnade gefallen. Wegen seiner teils mangelhaften Einstellung und Disziplin rutschte er vom einstigen Leistungsträger zum Ergänzungsspieler ab - unter anderem, weil er öfter müde zum Training erschien.
RWE trennte sich dann im Sommer 2024 vom Problemprofi. Seidemann wechselte daraufhin zum großen Erzrivalen, dem FC Carl Zeiss Jena.
In den anderthalb Jahren beim FCC lief der Flügelspieler in 42 Pflichtspielen für den dreimaligen DDR-Meister auf und erzielte 13 Tore. In der aktuellen Spielzeit trug Seidemann in zehn Regionalliga-Spielen das Trikot der Jenaer und konnte zwei Treffer erzielen.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 19 | 41:14 | 46 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 19 | 38:18 | 41 | |
| 3 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 19 | 36:24 | 37 | |
| 4 |
|
FSV Zwickau | 19 | 30:20 | 35 | |
| 5 |
|
VSG Altglienicke | 19 | 30:20 | 34 | |
| 6 |
|
Hallescher FC | 19 | 29:20 | 32 | |
| 7 |
|
1. FC Magdeburg II | 19 | 33:28 | 26 | |
| 8 |
|
BFC Preussen | 17 | 25:23 | 26 | |
| 9 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 18 | 23:25 | 26 | |
| 10 |
|
Chemnitzer FC | 19 | 27:29 | 25 | |
| 11 |
|
Hertha BSC II | 19 | 27:39 | 21 | |
| 12 |
|
SV Babelsberg 03 | 19 | 28:33 | 20 | |
| 13 |
|
ZFC Meuselwitz | 18 | 22:30 | 19 | |
| 14 |
|
Greifswalder FC | 19 | 21:29 | 19 | |
| 15 |
|
BFC Dynamo | 18 | 20:30 | 17 | |
| 16 |
|
BSG Chemie Leipzig | 18 | 16:27 | 13 | |
| 17 |
|
FC Eilenburg | 19 | 17:35 | 12 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 17 | 14:33 | 8 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.