Aue - Der Mittwochabend im Lößnitztal war der erste Vorgeschmack darauf, wie rau der Regionalliga-Alltag auch sein kann. Bei Erzgebirge Aues viertem Heimspiel gegen Hertha BSC II. kamen, im Vergleich zu den ersten drei Partien, eher überschaubare etwas mehr als 5800 Zuschauer. Und die sahen ein torloses Remis, das sie am Ende doch mit deutlich hörbaren Pfiffen bedachten.
Zum ersten Mal in dieser Saison blieben die Veilchen ohne eigenes Tor - sieht man vom DFB-Pokal ab. Die Hertha-Bubis verstanden es ziemlich gut, die Räume zwischen den Ketten eng zu machen. Daran allein wollten sie es in der Mixed-Zone allerdings nicht festmachen.
"Ich bin enttäuscht, dass wir aus den Möglichkeiten, die wir hatten, um uns Chancen zu erspielen, viel zu wenig gemacht haben. Im Training klappt das. Um ein Spiel zu gewinnen, muss man auch zu Chancen kommen. Wir hatten viele Szenen im letzten Drittel, wo du Zählbares mitnehmen musst. Das ist ein bisschen eine Frage der Qualität, leicht", monierte Khvicha Shubitidze (51) hinterher.
Lila-Weiß bekam das Heft des Handelns vom Gegner faktisch in die Hand gedrückt, konnte daraus aber keine Lösungen ableiten.
Dabei hatte Aues Cheftrainer im Kader einiges probiert. Der schnelle Leon Prosche (19) wurde auf der rechten Abwehrseite für Maxim Burghardt (21) aufgeboten sowie vorne drin der ebenfalls für seine Schnelligkeit bekannte Christoph Pauling (26) gebracht und dafür Torjäger Marcel Bär (34) hinter die Spitze beordert.
"Marcel sollte alle Freiräume bekommen, um die Bälle abzuholen, wo es ihm passt und dann die Spieler einsetzen", erklärte Shubi.
Aue-Kapitän Marcel Bär viel zu wenig in Szene gesetzt
Das hat bei der Vorlage für Linus Queißer (22), der in der neunten Minute im Eins gegen Eins mit dem Hertha Keeper gescheitert war, sehr gut funktioniert.
Dazu versprach sich der Coach davon, dass Bär selbst mehr Torgefahr entfaltet: "Das war auch mit Hinsicht, dass er aus der zweiten Reihe nicht so viel Bewacher hat, wie in den letzten Spielen."
Nur wurde Bär dafür viel zu selten in Szene gesetzt, weil allgemein die letzten Pässe zu schlampig gespielt wurden, die dies schon in den letzten Partien kritisiert wurde.
Shubitidze: "In der Regionalliga muss man schon in der Lage sein, am Gegner vorbei eine Flanke zu bringen. Wir waren vielleicht ein bisschen überhastet oder wollten zu viel. Das ist eine Frage der täglichen Trainingsarbeit."
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 6 | 22:4 | 16 | |
| 2 |
|
Chemnitzer FC | 6 | 15:2 | 16 | |
| 3 |
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Greifswalder FC | 6 | 13:8 | 11 | |
| 3 |
|
VSG Altglienicke | 5 | 13:8 | 11 | |
| 5 |
|
FC Erzgebirge Aue | 6 | 11:9 | 11 | |
| 6 |
|
1. FC Magdeburg II | 6 | 13:10 | 10 | |
| 7 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 6 | 12:11 | 10 | |
| 8 |
|
FSV Zwickau | 6 | 7:9 | 10 | |
| 9 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 5 | 8:4 | 9 | |
| 10 |
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BFC Dynamo | 6 | 8:8 | 8 | |
| 11 |
|
Hallescher FC | 5 | 5:5 | 6 | |
| 12 |
|
RSV Eintracht 1949 | 6 | 9:11 | 6 | |
| 13 |
|
SV Babelsberg 03 | 6 | 9:11 | 5 | |
| 14 |
|
Hertha BSC II | 6 | 5:13 | 5 | |
| 15 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 6 | 5:16 | 3 | |
| 16 |
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Tasmania Berlin | 5 | 6:18 | 3 | |
| 17 |
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BFC Preussen | 6 | 4:11 | 2 | |
| 18 |
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BSG Chemie Leipzig | 6 | 1:8 | 1 | |
Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.