Loune über Unterschied zwischen Aue und Zwickau im Derby: "Wir hatten den Willen schon die ganze Woche"

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Aue - Ein Blick in die Mixed-Zone verrät manchmal viel mehr, als es die Fans mitbekommen. Auf Zwickauer Seite machten sich die Spieler rar. Bei Erzgebirge Aue zeigte sich die Führungsriege in einer geballten Art, wie es gefühlt letztmals im Sachsenpokal-Finale der Fall war.

Die Aue-Spieler feierten mit ihren Fans einen 3:0-Sieg gegen Zwickau.
Die Aue-Spieler feierten mit ihren Fans einen 3:0-Sieg gegen Zwickau.  © picture point/Sven Sonntag

Eine ähnliche Präsenz vor dem Bezirksderby gab es nicht. Da musste Khvicha Shubitidze (52) zu seinen Mannen stehen - und tat das. Er stellte sich in der Serie von vier Pflichtspielniederlagen stets hinter seine Mannschaft - schirmte sie vor der Kritik aus den sozialen Medien ab.

Er redete auch schön, wo es wenig schönzureden gab, wie gegen Halle. Das gehört zur Wahrheit dazu. Aber am Ende marschierten sie für ihn, und vor allem für Erzgebirge Aue.

"Wir haben schon am Montag angefangen, damit die Jungs mehr Zeit haben, um zu verstehen, welche Wichtigkeit das Derby hat. Je länger man sich damit beschäftigt, desto besser ist man darauf vorbereitet", sagte Shubi vor dem Bezirksderby.

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Ikonisch das Bild, wie Maxim Burghardt (21) über Gegenspieler Theo Martens (23) nach gewonnenem Zweikampf triumphierte. Was Simon Skarlatidis (35) abspulte, wie sich Marcel Bär (34) für die Nebenleute aufrieb und sie in Szene setzte, das war das, was es im Derby braucht.

Und dann war da noch Rückkehrer Ali Loune (24), der Typ Terrier im defensiven Mittelfeld, der die Meter genauso frisst, wie seinen Gegenspieler.

Shubi hatte seine Mannschaft fürs Zwickau-Spiel definitiv getriggert. Loune darüber, was den Ausschlag gab zwischen Derbysieg und Derby-Schmach: "Der Wille. Wir hatten den Willen schon die ganze Woche. Die Dinge, die im Training gut funktionieren, haben wir aufs Feld bekommen. Man hat schon die ganze Zeit unter der Woche gespürt, wie emotional es ist. Und genauso sind wir dann auch in die Kabine gegangen. Die ganze Woche war sehr konzentriert, top fokussiert."

Konnte sich über einen souveränen Sieg freuen: Aue-Trainer Khvicha Shubitidze (52).
Konnte sich über einen souveränen Sieg freuen: Aue-Trainer Khvicha Shubitidze (52).  © picture point/Sven Sonntag

Ali Loune bekommt Gelb nach Jubel: "Konnte mich nicht bremsen"

Aue-Spieler Ali Loune (M.) bekam die gelbe Karte, nachdem er in Richtung der Zwickauer Fans gejubelt hatte.
Aue-Spieler Ali Loune (M.) bekam die gelbe Karte, nachdem er in Richtung der Zwickauer Fans gejubelt hatte.  © picture point/Sven Sonntag

Er war nach seiner ersten Auer Zeit 2024/25 für ein Jahr in die zweite belgische Liga zu RWD Molenbeek gewechselt, seit Sommer vereinslos und erst seit zehn Tagen wieder zurück im Schacht. Gegen Halle folgte ein Kurzeinsatz und im Derby der erste Start von Beginn an.

Loune leitete den Derbysieg mit dem 1:0 ein. Passend die Szenen danach. Fürs Jubeln gen Gästefans gab es Gelb: "Egal wer das macht, ich hätte abgefeiert. Ich war auch beim Jubel draußen und konnte mich nicht bremsen."

Das ist letztendlich bezeichnend: Aues Torschütze sieht Gelb für seinen emotionalen Jubel. Zwickau, das sich seinem Schicksal förmlich ergab, sah nur eine Verwarnung.

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Und die gab es für Kapitän Andrey Startsev (32), der nach zweimonatiger Verletzung zurückkehrte und im Zweikampf mal zeigte, wo der Frosch die Locken hat.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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