Mehr war für Aue nicht drin: Unentschieden gegen Freiburgs Zweite

Aue - Den Punkt mitnehmen, gut schreiben lassen und weitermachen! Mehr als ein torloses Remis war für den FC Erzgebirge Aue im Heimspiel gegen die abgezockte Bundesliga-Reserve aus Freiburg nicht drin. 6019 frierende Zuschauer sahen bei -5 Grad eine kämpfende Auer Mannschaft, bei der spielerisch an diesem Tag wenig lief.

Endlich wieder auf dem Platz: Marvin Stefaniak fiel zuletzt verletzungsbedingt für mehrere Spiele aus.
Endlich wieder auf dem Platz: Marvin Stefaniak fiel zuletzt verletzungsbedingt für mehrere Spiele aus.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Interessant, intensiv und völlig ausgeglichen - so zeigte sich der erste Durchgang. Chancen waren auf komplizierten Bodenverhältnissen Mangelware. Sie entstanden im Grunde genommen nur nach ruhenden Bällen. Die Partie spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Die Bubis aus Freiburg hatten mehr Ballbesitz, gingen mit der Kugel gepflegter um. Doch am Auer Strafraum war Endstation.

Der FCE agierte hinten sehr konzentriert. Die Bemühungen, aus der Abwehr herauszuspielen, waren da. Doch mit vielen technischen Fehlern, zu langen oder zu kurzen Abspielen machten sich die Veilchen das Leben selbst oft schwer. Auch war zu oft die Hacke mit von der Partie. Das sieht zwar schön aus, bringt aber selten etwas.

So hatte der SCF wenig Mühe, die Angriffe zu unterbinden. Sie wurden oft schon im Keim erstickt. Lediglich, wenn Marvin Stefaniak am Leder war, kam Aue hin und wieder mal durch. Zwingend wurde es allerdings in den ersten 45 Minuten nicht. Die beste Möglichkeit hatte Erik Majetschak (39.) nach einer Ecke. Sein Schuss wurde noch geblockt.

Aue-Keeper Männel will keinen Schönheitspreis, sondern Punkte
FC Erzgebirge Aue Aue-Keeper Männel will keinen Schönheitspreis, sondern Punkte

Im Gegenzug war es ein Freistoß, der für die größte Gefahr sorgte. Merlin Röhl (40.) kam zweimal zum Abschluss, erst parierte Martin Männel, dann klärte Dimitrij Nazarov im Sitzen.

FCE und Freiburg bleiben in der zweiten Hälfte chancenlos

Auch Torschütze Antonio Jonjic (l.) sollte am Samstagnachmittag ohne Treffer bleiben.
Auch Torschütze Antonio Jonjic (l.) sollte am Samstagnachmittag ohne Treffer bleiben.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Zwölf Minuten passierte nach dem wärmenden Pausentee gar nichts. Dann zauberte Antonio Jonjic. Mit einer herrlichen Finte legte er sich die Kugel an zwei Gegenspielern vorbei, passte auf Omar Sijaric (57.), der den Ball nur knapp vorbeispitzelte. Doch ein Weckruf war das nicht.

Aue blieb erstaunlich passiv, was die Angriffsbemühungen betraf. Die Zielstrebigkeit fehlte. Freiburg ließ mit langen Ball-Stafetten die Auer laufen, bestimmte das Spiel und den Rhythmus - ohne dabei aber gefährlich zu werden. Denn hinten erledigte der Gastgeber seine Arbeit mit Bravour.

So trudelte die Partie in Richtung Ziellinie, ohne dass sie erwärmte. Sie lebte von der Spannung, ob hier noch irgendeiner den Lucky Punch setzen konnte. Der FCE trat am Ende nochmal aufs Pedal, versuchte es. Doch zu einer zwingenden Chance kam er nicht mehr.

Statistik zum Spiel FC Erzgebirge Aue gegen SC Freiburg II

20. Spieltag

FC Erzgebirge Aue - SC Freiburg II

Die Aufstellungen:

FC Erzgebirge Aue: Männel, Danhof, Majetschak, Burger, Rosenlöcher, Schreck, Schikora, Sijaric, Nazarov, Stefaniak, Jonjic

SC Freiburg II: Atubolu, Treu, K. Schmidt, Hoti, Makengo, Wiklöf, Engelhardt, Röhl , Baur, Lee, Vermeij

Schiedsrichter: Lukas Benen (Nordhorn)

Zuschauer: 6019

Gelbe Karten: Stefaniak (4), Taschtschi (2) / Röhl (5), Makengo (3)

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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