"Menschlich meine größte Niederlage!" Torwartlegende vom FC Erzgebirge enttäuscht - Verein reagiert

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Aue-Bad Schlema - Unzählige Schlachten hat Jörg Weißflog (70) für die BSG Wismut und Erzgebirge Aue geschlagen. 409 Pflichtspiele bestritt "Flocke" von Mitte der 1970er bis Mitte der 1990er Jahre für die Lila-Weißen, war Mannschaftskapitän und avancierte zum Nationaltorhüter der DDR. Dazu trug er sich 1986 beim 1:1 gegen Carl Zeiss Jena in die Fußballanalen ein. Als erstem deutschen Torhüter gelang es ihm aus dem Spiel heraus in einer Erstligapartie ein Tor zu erzielen.

Jörg Weißflog (70).
Jörg Weißflog (70).  © Uwe Meinhold

Im MDR erinnerte sich Weißflog, der am Montag seinen 70. Geburtstag feiert, an diesen besonderen Moment. "Als erster deutscher Torhüter ein Feldtor zu schießen, ist doch was Kurioses", meint Weißflog.

Doch nicht nur auf dem Platz war er in Aue prägend. Von 2000 bis 2010 war Weißflog Torwarttrainer beim FC Erzgebirge und hatte Martin Männel unter seinen Fittichen, denjenigen, der ihm in der Tradition ein Stück weit folgte.

Im Mai 2015 traf Männel gegen Heidenheim aus dem Spiel heraus per Kopf. Mit 600 Pflichtspielen ist er genauso eine lebende Auer Legende, wie Weißflog.

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Kein Wunder also, dass, als es darum ging, im Zuge des 80-jährigen Vereinsjubiläums im März dieses Jahres die Legendenelf zu wählen, beide in der Fangunst ganz oben standen, wobei Männel letztlich die meisten Stimmen erhielt.

Auch Fans sind enttäuscht, Verein widerspricht

Die grandiose Geburtstagsfeier zum 80. Vereinsjubiläum fand ohne eine der Wismut-Legenden schlechthin statt: Jörg "Flocke" Weißflog erhielt keine Einladung.
Die grandiose Geburtstagsfeier zum 80. Vereinsjubiläum fand ohne eine der Wismut-Legenden schlechthin statt: Jörg "Flocke" Weißflog erhielt keine Einladung.  © picture point/Sven Sonntag

Und Weißflog? Der war nicht mal zum Festakt eingeladen worden, wie er jetzt im "MDR" verriet:

"Das war menschlich meine größte Niederlage, nicht mal eine Einladung zu bekommen. Vielleicht war es zu wenig, was ich geleistet habe. Kann ja sein. Es ist bitter und tut weh!"

Das sehen auch einige Fans so.

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In ihren Kommentaren in den sozialen Medien heißt es unter anderem "Eine Schande ist das", "Traurig, aber das sind diese handelnden Personen im Verein" oder "Ja, das passt zum Kumpelverein".

Dieser will die Vorwürfe so aber nicht stehen lassen. "Wir haben vor dem Festakt mehrere WhatsApp-Nachrichten geschickt und zweimal versucht ihn telefonisch zu erreichen - leider ohne Erfolg", erklärte FCE-Pressesprecher Lars Töffling auf TAG24-Nachfrage!

Titelfoto: Uwe Meinhold

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