So steht der FC Erzgebirge Aue im Vergleich zu den Mitabsteigern da
Aue - Cheftrainer Khvicha Shubitidze (52) vom FC Erzgebirge Aue ist es immer wieder wichtig, zu betonen, dass sich seine Mannschaft erst am Anfang eines Entwicklungsprozesses befindet. Ein Vierteljahr ist wenig Zeit, um aus 17 Spielern ein komplett funktionierendes System zu formen - von eingespielten Automatismen ganz zu schweigen. Doch sind 21 Zähler aus elf Partien für einen ambitionierten Drittliga-Absteiger viel oder wenig?
TAG24 hat einen Blick auf die Mitabsteiger geworfen. Und da wird am Ende die Antwort schon ziemlich eindeutig.
Der SSV Ulm wird mächtig durchgeschüttelt. Mit 23 externen Neuzugängen, darunter Ex-Veilchen Steffen Meuer, war der Umbruch noch etwas heftiger als im Lößnitztal. Vier Zähler aus neun Spielen und noch kein einziger Sieg bedeuten den letzten Platz in der Südwest-Staffel.
Interessant: Der Kaderwert ist mit 3,75 Mio. Euro (Quelle: Transfermarkt.de, Stand 29. September) deutlich höher als der des Schachts (2,46 Mio. Euro). Und: Nach dem 0:1 gegen Trier zog der Verein am Sonntag die Konsequenzen, trennte sich von Sportdirektor Murat Isik sowie Cheftrainer Daniel Jungwirth - übrigens ein Ex-Auer.
1860 München liegt mit 3,15 Mio. Euro Marktwert ebenfalls deutlich vor Aue und ist auch der einzige Mitabsteiger, der trotz Umbruch (zehn externe Zugänge) wieder halbwegs in die Spur gekommen ist.
Die Mannschaft um die Ex-Veilchen Eric Uhlmann (23) und Moritz Seiffert (25) blieb die ersten neun Spiele ungeschlagen. Letztes Wochenende setzte es für den Siebten (17 Punkte) der Bayern-Staffel mit dem 1:3 in Burghausen die erste Niederlage. Der Rückstand auf Spitzenreiter Buchbach beträgt aber schon beachtliche zehn Punkte.
Umbruch wie bei Aue: 17 externe Neuzugänge bei Schweinfurt
Sechs Punkte weniger als die Löwen hat Schweinfurt als 13. auf dem Konto. Mit 17 externen Zugängen war der Umbruch so umfangreich wie in Aue. Der Marktwert ist mit 1,75 Mio. Euro auch kleiner als der der Veilchen.
Betrachtet man alle Mitabsteiger, fällt auf, dass die Umbrüche ebenfalls groß ausfielen, Aue von allen vier Teams bisher aber das Beste daraus gemacht hat und mit sechs Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze momentan am ehesten an einem möglichen Szenario des Wiederaufstiegs arbeitet.
Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag, IMAGO/Lucca Fundel, IMAGO/sport-pictures.de
