Unglückliche Niederlage für Aue, bleibt aber trotzdem überm Strich

Osnabrück - Im Duell der Lila-Weißen bekam der FC Erzgebirge Aue unter Pavel Dotchev ein erstes Veilchen. Vor 12.827 Zuschauern verlor der FCE beim VfL Osnabrück unglücklich mit 1:3 (1:1). Dem zweiten Gegentreffer durch den von Korbinian Burger abgefälschten Schuss von Lukas Kunze (57.) ging ein Foul am Sam Schreck voraus. Der FC bleibt aber auf einem Nichtabstiegsplatz.

Dimitrij Nazarov konnte sich nur kurz über den Ausgleich freuen.
Dimitrij Nazarov konnte sich nur kurz über den Ausgleich freuen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

FCE-Trainer Pavel Dotchev setzte auf die Elf, die in der Vorwoche das 0:0 gegen Freiburg II. holte. Der 57-Jährige sah dabei eine turbulente Startphase an der Bremer Brücke, in der seine Abwehr zunächst etwas unsortiert agierte.

Nach drei Minuten kam Robert Tesche nach einer Ecke zum Kopfball, Martin Männel lenkte die Kugel mit einem tollen Reflex an die Latte. Wenig später erkämpfte sich Marco Schikora (7.) am Mittelkreis den Ball, lief trotz Haltens und Zerrens seines Gegenspielers durch, zog aber zu überhastet ab - knapp vorbei.

Im Gegenzug machte es Aue dem Gastgeber zu leicht. Omar Traore schickte Noel Niemann auf rechts, dessen Hereingebe konnte Männel nur für die Füße von Erik Engelhardt klatschen - 1:0 (9.).

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Aber: Aue zitterte nicht, knickte nicht ein, sondern übernahm das Kommando und spielte mutig, presste früh. Mit Erfolg: Nach einer Flanke von Antonio Jonjic pritschte VfL-Verteidiger Florian Kleinhansl die Kugel wie ein Volleyballer aus dem Strafraum. Tim Danhof donnerte das Leder aus 22 Metern sehenswert ins Netz.

Doch Schiedsrichter Florian Lechner hatte gepfiffen, und zwar Handelfmeter für Aue. Ärgerlich für Danhof, aber Aue hat ja "Mr. Save" im Team. Dimitrij Nazarov schob vom Punkt locker ein - 1:1 (20.).

Danach bestimmten die Erzgebirge die Partie, ließen den VfL nicht ins Spiel kommen. Abgezockt bis hier her.

Der erneute Rückstand brachte den FC Erzgebirge Aue aus dem Konzept

Aue-Trainer Pavel Dotchev brachte in der 69. Minute mit drei Auswechselspielern frischen Wind ins Spiel - leider ohne Erfolg.
Aue-Trainer Pavel Dotchev brachte in der 69. Minute mit drei Auswechselspielern frischen Wind ins Spiel - leider ohne Erfolg.  © Christian Modla/dpa

Zu Beginn der zweiten Hälfte drängte Aue auf die Führung. Korbinian Burger (49.) verpasste nur um eine Haarspitze eine Freistoßflanke von Marvin Stefaniak. Nach einer Ecke kam Erik Majetschak (54.) zum Abschluss, Philipp Kühn parierte überragend. Dann kippte die Partie auf eine unglückliche Art und Weise.

Der erste Osnabrücker Angriff seit der 25. Minute führte zum 2:1 (57.). Beim Klärungsversuch am eigenen Strafraum wurde Sam Schreck von Engelhardt ungestraft abgeräumt, der folgende Schuss von Lukas Kunze wäre rechts am Tor vorbei Richtung Münster geflogen, doch Burger fälschte die Kugel mit dem Rücken ab, von da flog sie links ins Tor. Was für ein Pech!

Nun war Aue von der Rolle. Männel (59.) schoss im eigenen Strafraum Niemann an, der Ball sprang einen Meter neben dem Pfosten ins Aus. 30 Sekunden später war er dann wieder auf dem Posten, klärte gegen Selbigen. Stark war er dann gegen Hannes Wulf (71.).

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Kurz zuvor hatte Dotchev (69.) alles auf eine Karte gesetzt, brachte mit Elias Huth, Borys Tashchy und Paul-Philipp Besong eine frische Offensive, danach kam noch Ulrich Taffertshofer (72.). Genutzt hat es nichts. Der eingewechselte Marc Heider (80.) machte nach einem Konter den Sack zu.

Statistik zum Spiel VfL Osnabrück - FC Erzgebirge Aue

21. Spieltag

VfL Osnabrück - FC Erzgebirge Aue

Die Aufstellungen:

VfL Osnabrück: Kühn, O. Traoré, Gyamfi, Beermann, Kleinhansl, Chato, L. Kunze, Tesche, Niemann, Engelhardt, Simakala

FC Erzgebirge Aue: Männel, Danhof, Majetschak, Burger, Rosenlöcher, Schikora, Schreck, Sijaric, Nazarov, Stefaniak, Jonjic

Schiedsrichter: Florian Lechner (Neuburg)

Zuschauer: 12.827

Tore: 1:0 Engelhardt (9.), 1:1 Nazarov (20./Handelfmeter), 2:1 L. Kunze (57.), 3:1 Heider (79.)

Gelbe Karten: Beermann (2), Simakala (5), Engelhardt (3), Rorig (4) / Rosenlöcher (1), Schreck (5)

Titelfoto: Christian Modla/dpa

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