Unterirdische Leistung von Aue gegen Ingolstadt beim letzten Heimspiel

Aue - Der FC Erzgebirge Aue hat im letzten Heimspiel auf der ganzen Linie enttäuscht und unterliegt am Samstag vor 9421 Zuschauern dem FC Ingolstadt deutlich mit 0:3 (0:3).

Emotionale Verabschiedung von Dimitrij Nazarov vor dem Anpfiff.
Emotionale Verabschiedung von Dimitrij Nazarov vor dem Anpfiff.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Es sollte eigentlich ein "Sportfest für die Fans" sein. Zumindest die Anhänger taten ihr Möglichstes dafür, den entsprechenden Rahmen zu schaffen. Los ging's bereits am Vormittag mit einem Fanmarsch, an dem sich laut Vereinsangaben circa 750 Anhänger beteiligten.

Vor der Partie erfolgte zudem die teils sehr emotionale Verabschiedung der sieben bereits feststehenden Abgänge, wobei vor allem Dimitrij Nazarov nochmals gebührend gefeiert wurde. Beim Gang auf das Spielfeld wurden die Mannschaften vom Musikkorps der Bergstadt Schneeberg musikalisch begleitet.

Was auf die Ohren gab es weiterhin durch den lautstarken Support von den Rängen. Und dann gab's den Satz heiße Ohren von den Schanzern, die den Partycrasher spielten. Visar Musliu fing eine Eingabe von Marvin Stefaniak ab und die aufgerückten Veilchen liefen in den Konter. Bei Marcel Costlys Eingabe blieb Moussa Doumbouya weg, sodass der Ball im Rückraum beim besser postierten Patrick Schmidt landete - 0:1 (23.).

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Aue lud Ingolstadt regelrecht ein. Omar Sijaric vertändelte das Leder im Vorwärtsgang und wieder ging es schnell. Costly besaß auf der rechten Außenbahn viel Platz, fand Tobias Bech am Fünfer - 0:2 (25.).

Trotz vierfachem Wechsel: Aue präsentiert zu harmlos

Die Ingolstädter standen auch vor dem 0:2 sehr frei, Männel war gegen Bech chancenlos.
Die Ingolstädter standen auch vor dem 0:2 sehr frei, Männel war gegen Bech chancenlos.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Gedanklich schien mancher schon bei der anschließenden Fanparty zu sein. Tim Danhof ließ sich vom bulligen Doumbouya am Strafraum ganz leicht abkochen, der mittig auf Bech legte - 0:3 (32.)!

Bei allem, was rund um die Partie auf die Beine gestellt wurde, war die Leistung in der ersten Halbzeit unterirdisch.

Coach Pavel Dotchev watschte seine Elf entsprechend mit einem vierfachen (!) Wechsel ab. Ulrich Taffertshofer, Franco Schädlich, Maximilian Thiel und Erik Majetschak ersetzten Sam Schreck, Marco Schikora, Omar Sijaric sowie Borys Tashchy.

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Besserung in Sicht? Denkste! Dominik Franke spielte zentral auf Schmidt (50.), der diesmal am Pfosten scheiterte. Ingolstadt schaltete in den Verwaltungsmodus und hatte selbst danach gegen ganz harmlose Veilchen nichts zu befürchten. Die Fans quittierten den schwachen Auftritt nach Abpfiff mit vereinzelten Pfiffen.

Statistiken zum Spiel FC Erzgebirge Aue gegen FC Ingolstadt 04

37. Spieltag

FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt 0:3 (0:3)

FC Erzgebirge Aue: Männel - Danhof, Barylla, Burger , Rosenlöcher - Schreck , Schikora , Sijaric , Tashchy , Stefaniak - Jonjic

FC Ingolstadt 04: M. Funk - Costly, Nduka, Musliu, D. Franke - Civeja, Linsmayer, Bech , Butler - Pat. Schmidt , Doumbouya

Zuschauer: 9421

Schiedsrichter: Marc-Philip Eckermann (Waiblingen)

Tore: 0:1 P. Schmidt (23.), 0:2 Bech (25.), 0:3 Bech (32.)

Gelbe Karten: Burger (9), Jonjic (5), Thiel (7) / Keidel (3)

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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