Bittere Aue-Pleite bei 1860! War's das für Rost?

München - Der FC Erzgebirge Aue kann auch beim TSV 1860 München nicht den Bock umstoßen und geht Freitagabend durch das 1:3 (0:1) vor 15.000 Zuschauern an der Grünwalder Straße als Letzter in die Länderspielpause.

Große Enttäuschung bei Trainer Timo Rost. War dies sein letztes Spiel beim FC Erzgebirge Aue?
Große Enttäuschung bei Trainer Timo Rost. War dies sein letztes Spiel beim FC Erzgebirge Aue?  © Picture Point/S. Sonntag

FCE-Coach Timo Rost vollzog vor der auch für seinen Job immens wichtigen Partie gleich fünf Wechsel im Vergleich zum verlorenen Derby gegen Zwickau.

Kapitän Dimitrij Nazarov, Linus Rosenlöcher, Tim Danhof, Boris Tashchy sowie Nico Gorzel flogen aus der ersten Elf. Ersetzt wurden sie von Steffen Nkansah, Ulrich Taffertshofer, Tom Baumgart, Ivan Knezevic sowie Elias Huth.

Von Anspannung war den Veilchen zu Beginn wenig anzusehen und sie versuchten Akzente zu setzen, was nicht gelang. Dagegen rappelte es mit dem ersten gut vorgetragenen Löwen-Angriff in der Auer Kiste.

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Barylla ging nicht auf den ballführenden Albion Vrenezi. Knezevic kam herbeigeeilt, rutschte aber ins Leere und Barylla konnte nicht verhindern, dass die Flanke auf Fynn Lakenmacher (10.) kam, der in der Box, von Alexander Sorge unbedrängt, traf.

Als Sam Schreck im Vorwärtsgang am gegnerischen Sechzehner den Fehlpass spielte, ging es schnell und die Gäste hatten Glück, dass Martin Kobylanskis Schuss (16.) an die Latte ging, weil Taffertshofer im entscheidenden Moment dazwischen ging und abfälschte.

Startelf vom FC Erzgebirge Aue in München

Mannschaftsaufstellung vom 1860 München gegen Aue

Aue bekam viel Raum, doch dieser blieb unbenutzt

Der Spieler des Abends für 1860 München: Fynn Lakenmacher schoss gegen Aue drei Tore.
Der Spieler des Abends für 1860 München: Fynn Lakenmacher schoss gegen Aue drei Tore.  © Picture Point/S. Sonntag

"Gefahr" hätten die Veilchen über Freistöße oder Ecken erzeugen können, doch Baryllas Bälle wurden mehr für Aue gefährlich, so ungenau kamen sie. Die Sechziger lauerten auf solche Gelegenheiten und überhaupt Tempogegenstöße.

Rost reagierte bereits zur 39. Minute und brachte Marco Schikora für Barylla. Was man Aue bis dahin nicht in Abrede stellen konnte, waren das Engagement und der Einsatz.

Aber immer wieder diese Aussetzer. Knezevic trabte nur hinter Vrenezi her, wodurch dieser Lakenmacher tief anspielen konnte. Letztlich war es riesiger Dusel, dass Tim Rieder (55.) zentral das 0:2 liegen ließ.

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Aue bekam Raum. Doch da machte sich der Unterschied bemerkbar. Während die Münchner Löwen ihre Bälle an den Mann brachten, war bei Aue entweder keiner dort, wo der Ball hinkam oder der freie Spieler wurde verfehlt. Das zog sich wie ein roter Faden durch die Partie.

Sechzig ruckte an und Lakenmacher (77./84.) entblößte die offene und überforderte Deckung. Schikora (90.+1) sorgte für Ergebniskosmetik. Durch die sechste Pleite wird die Luft für Rost noch dünner.

Titelfoto: Picture Point/S. Sonntag

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