Zwei Bär-Elfer! Aue gewinnt Grottenkick

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Berlin - Das ist Regionalliga. Preussenstadion in Berlin-Lankwitz, eine Sandgrube hinterm Tor. 925 Zuschauer statt 10.000, ein ganz kleiner Platz. Hier trägt Eintracht Stahnsdorf seine Heimspiele aus. Wohl zum ersten Mal so richtig bekam der FC Erzgebirge das "Flair" vierte Liga im Berliner Raum zu spüren. Das 2:1 (1:1) durch zwei Elfmeter-Tore von Marcel Bär fiel unter die Rubrik dreckiger Arbeitssieg.

Aue-Kapitän Marcel Bär (verdeckt) bringt zunächst den Ausgleich und später die Führung.
Aue-Kapitän Marcel Bär (verdeckt) bringt zunächst den Ausgleich und später die Führung.  © Picture Point/ Sven Sonntag

FCE-Trainer Khvicha Shubitidze musste mehrfach wechseln. Bastian Strietzel, Simon Skarlatidis und Devin Angleberger fehlten erkrankt. So durfte Jonas Kehl erstmals von Beginn an ran, Chadi Ramadan war zudem zurück im Kader.

Im Tor blieb alles beim Alten: Martin Männel stand zwischen den Pfosten und traf in Stahnsdorf auf einen alten Klassenkameraden. RSV-Trainer Thomas Franke und er gingen einst zusammen zur Schule, spielten im Nachwuchs bei Energie Cottbus.

Nettigkeiten gab es aber während der 90 Minuten nicht, Franke sah schon in der Anfangsphase wegen Meckerns Gelb und zeigte damit, dass seine Truppe nicht gewillt war klein beizugeben, nur weil der Gegner Aue hieß.

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Und die Veilchen taten sich extrem schwer, verfielen in überwunden geglaubte Muster. Dabei hätte früh alles besser laufen können, wenn Marcel Bär nach einem langen Ball von Stylianos Kokovas getroffen hätte. Doch der Kapitän (19.) hob das Leder am Tor vorbei - muss er machen.

Nach dem "Wie" fragt morgen keiner mehr

Auch der zweite Elfer saß: Marcel Bär (r.) trifft zum 2:1.
Auch der zweite Elfer saß: Marcel Bär (r.) trifft zum 2:1.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Stahnsdorf agierte auf seinem "halben" Platz abgezockter. Endi Jupolli drehte sich im Strafraum um Daniel Fisl, zog aus spitzem Winkel ab und traf - 1:0 (28.). Uui, das war nach dem Geschmack der Gastgeber.

Aber die halfen Aue zurück auf die Beine. Kajetan Herrmann schubste Bär im Strafraum, den fälligen Elfer verwandelte jener selbst - 1:1 (35.). Dennoch sah das Auer Spiel nicht gut aus, Eintracht spielte den besseren Ball.

In der zweiten Halbzeit war bei Temperaturen von knapp über null Glühwein angesagt. Der wärmte wenigstens, das Spiel tat es nicht. Es holperte vor sich hin - im wahrsten Sinne des Wortes. Bis Fisl (65.) auf Bär-Vorlage aus sechs Metern traf. Weshalb der Treffer nicht zählte, wusste wahrscheinlich auch Schiri Johannes Drößler nicht.

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Danach wurde weiter gestochert, bis Drößler die nächste Eingebung hatte und Aue nach einem Schubser gegen Ramadan einen Elfer hinlegte. Bär trat an und traf erneut - 2:1 (86.).

Ein glücklicher, wertvoller Dreier. Nach dem "Wie" fragt schon zum Frühstück keiner mehr. An dem änderte sich trotz der Ampelkarte für Fisl (89.) nix mehr.

Titelfoto: Picture Point/ Sven Sonntag

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